Richard Alfred Flichter

Verlegeort
Wrangelstr. 6 -7
Bezirk/Ortsteil
Steglitz
Verlegedatum
02. Dezember 2017
Geboren
25. März 1904
Deportation
am 02. März 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein Richard Alfred Flichter © S.Davids

    Stolperstein Richard Alfred Flichter © S.Davids

Richard Alfred Flichter kam am 25. März 1904 in Oppeln in einer jüdischen Familie zur Welt. <br />
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Über seinen Lebensweg wissen wir nichts, erst 1931 wurde er im Jüdischen Adressbuch von Berlin erwähnt als Bewohner des Jüdischen Blindenheims in Steglitz in der Wrangelstraße 6-7; am 17. Mai 1939 verzeichnet ihn dort auch die Volkszählung.<br />
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Im Herbst 1941 wurden die meisten seiner Mitbewohner in das Jüdische Blinden- und Taubstummenheim nach Weißensee in die Parkstraße 22 verlegt. Ob Richard Flichter ebenfalls dorthin ziehen musste oder ob er einen anderen Weg einschlug, ist nicht eindeutig zu ermitteln. Für letzteres spricht, dass er am 2. März 1943 aus der Chodowieckistraße in Prenzlauer Berg in das KZ Auschwitz deportiert wurde. Auf der Deportationsliste von Richard Alfred Flichter steht als letzte Adresse Chodowieckistraße 1. Als die Vermögensverwertungsstelle dort nach verbliebenem Vermögen suchte, stellte sie fest, dass er dort nicht gewohnt hatte. Auf der Karteikarte der Vermögensverwertungsstelle ist die Anschrift Chodowieckistraße 1 handschriftlich korrigiert in “29“.<br />
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Am 11. November 1943 wurden an die Oberfinanzkasse 10,47 Reichsmark aus dem „Vermögen“ Richard Flichters eingezahlt. Das war acht Monate nach dessen Deportation.<br />
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Der 32. Osttransport kam im KZ Auschwitz am 4. März 1943 an, von den 1750 Personen des Transports wurden 1033 Menschen sofort in den Gaskammern getötet.<br />
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Richard Alfred Flichter kam am 25. März 1904 in Oppeln in einer jüdischen Familie zur Welt.

Über seinen Lebensweg wissen wir nichts, erst 1931 wurde er im Jüdischen Adressbuch von Berlin erwähnt als Bewohner des Jüdischen Blindenheims in Steglitz in der Wrangelstraße 6-7; am 17. Mai 1939 verzeichnet ihn dort auch die Volkszählung.

Im Herbst 1941 wurden die meisten seiner Mitbewohner in das Jüdische Blinden- und Taubstummenheim nach Weißensee in die Parkstraße 22 verlegt. Ob Richard Flichter ebenfalls dorthin ziehen musste oder ob er einen anderen Weg einschlug, ist nicht eindeutig zu ermitteln. Für letzteres spricht, dass er am 2. März 1943 aus der Chodowieckistraße in Prenzlauer Berg in das KZ Auschwitz deportiert wurde. Auf der Deportationsliste von Richard Alfred Flichter steht als letzte Adresse Chodowieckistraße 1. Als die Vermögensverwertungsstelle dort nach verbliebenem Vermögen suchte, stellte sie fest, dass er dort nicht gewohnt hatte. Auf der Karteikarte der Vermögensverwertungsstelle ist die Anschrift Chodowieckistraße 1 handschriftlich korrigiert in “29“.

Am 11. November 1943 wurden an die Oberfinanzkasse 10,47 Reichsmark aus dem „Vermögen“ Richard Flichters eingezahlt. Das war acht Monate nach dessen Deportation.

Der 32. Osttransport kam im KZ Auschwitz am 4. März 1943 an, von den 1750 Personen des Transports wurden 1033 Menschen sofort in den Gaskammern getötet.