- Verlegeort
- Zehdenicker Straße 7 a
- Bezirk/Ortsteil
- Prenzlauer Berg
- Verlegedatum
-
11. März 2026
- Geboren
- 26. Januar 1896 in Gollub (Westpreußen) / Golub-Dobrzyń
- Beruf
- Glaser
- Flucht
- 1938 Kolumbien
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Überlebt
Max Aron wurde am 26. Januar 1896 in Gollub, Kreis Briesen in Westpreußen, heute Polen, als Sohn von Lesser Aron und Reisel Johanna Heme Aron, geborene Bergmann, geboren. Sein Vater Lesser, geboren um 1870 in Narzyn, war ein Glaser von Beruf und führte ein eigenes Glasergeschäft in Gollub. Dort verstarb er 1922. Max' Mutter Reisel stammte aus Dobrzyca, nahe Posen. Die Familie war groß; Max hatte zehn Geschwister, von denen jedoch vier im Kindesalter verstarben.
Max besuchte die Schule in Gollub von 1902 bis 1910 und absolvierte anschließend eine Glaser-Lehre im väterlichen Betrieb, die er 1914 mit dem Gesellenbrief abschloss. 1927 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete sein eigenes Glasergeschäft in der Zehdenicker Straße 7 a in Berlin, wo er auch lebte. Nachdem er 1929 seine Meisterprüfung ablegte, arbeitete er für eine Hausverwaltung, die über 100 Grundstücke betreute, und beschäftigte einen Angestellten.
Die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen ab 1933 führten zu einer Verschlechterung seiner Geschäftslage. 1938 wurde sein Geschäft von SA-Männern zerstört, was ihn und seine Familie in finanzielle Not brachte. Im Mai desselben Jahres entschloss sich Max Aron zur Auswanderung nach Kolumbien, fand dort jedoch nicht den erhofften Neuanfang und zog deshalb im Dezember 1940 weiter in die USA nach New York und später nach Pittsburgh. 1943 kehrte er nach New York zurück und arbeitete als ungelernter Arbeiter in einer Metallwarenfabrik.
Am 19. Juni 1943 heiratete er Goldie (Golda) Aron, geborene Zarwanitzer, in der Bronx, New York. Ab 1948 konnte Max wieder als Glaser arbeiten, einem Beruf, den er bis zu seinem Lebensende ausübte. Max Aron verstarb am 3. Oktober 1974 in Palm Beach, Florida.
Seine Geschwister Isidor, David und Dora überlebten den Holocaust. Isidor und David überstanden Theresienstadt, Auschwitz und weitere Lager, während Dora durch ihre Ehe mit einem nicht-jüdischen Mann und späterem Versteck auf dem Land überleben konnte. Max' Mutter, Reisel Johanna Heme Aron, wurde nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 27. April 1944 starb.
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