Agathe Sochaczewer née Rosenthal

Location 
Almstadtstraße 45 -49
Historical name
Grenadierstraße 4a
District
Mitte
Born
1865
Deportation
on 07 August 1942 nach Theresienstadt
Dead
im Ghetto Theresienstadt
  • Agathe Sochaczewer © OTFW
    Agathe Sochaczewer © OTFW

    Agathe Sochaczewer © OTFW

Agathe Sochaczewer geb. Rosenthal wurde am 05.10.1865 in Berlin geboren. Sie wohnte Anfangs mit ihrem Mann Berthold Sochaczewer, ihrer Tochter Paula und ihrem Enkelkind Jürgen in der Gipsstr. 13.<br />
<br />
Paula war viele Jahre arbeitslos. Sie war Schreibhilfe. Dann hat sie in der OSE gearbeitet, das war eine Hilfsgesellschaft für arme Juden, in der sie Adressen schrieb. Anschließend arbeitete sie als Reinmachefrau. Bis 1938 zog die Familie in die Kaiserstraße. Als der Hauswirt die Familie raus warf, zogen sie in die Grenadierstr. 4 a in eine 2 Zimmerwohnung, die RM 31.- monatlich kostete. Agathe Sochaczewer vermietete ein Zimmer in ihrer Wohnung an Herrn Martin Moser und seine Ehefrau Henriette Moser, geb. Elkan für RM 20.- monatlich unter.<br />
<br />
1939 heiratete Paula Sochaczewer Walter Löwenstein. Sie wohnten zur Untermiete in der Oranienburger Str. 87 bei einer Familie Hermann. Jürgen Löwenstein blieb bei seinen Großeltern Agathe und Berthold Sochaczewer wohnen.<br />
<br />
Walter Löwenstein war von Beruf Chemiker und war in einer Parfumabteilung von Tietz angestellt. Da er Jude war durfte er nicht mehr in seinem Beruf tätig sein und arbeitete dann als Abrissarbeiter und Bauarbeiter.<br />
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Am 07.08.1942 musste Agathe Sochaczewer mit dem 39. Transport den Weg nach Theresienstadt antreten. Dort starb sie dann am 06.12.1942. Im Dezember verließen auch ihre Tochter Paula Löwenstein und der Schwiegersohn Walter Löwenstein Berlin für immer. Seit dem 24. Transport vom 09.12.1942 nach Auschwitz gelten sie als verschollen.<br />
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Die Wohnung von Agathe Sochaczewer wurde am 31.08.1942 geräumt. Jürgen Löwenstein, der Sohn von Paula Löwenstein, überlebte.

Agathe Sochaczewer geb. Rosenthal wurde am 05.10.1865 in Berlin geboren. Sie wohnte Anfangs mit ihrem Mann Berthold Sochaczewer, ihrer Tochter Paula und ihrem Enkelkind Jürgen in der Gipsstr. 13.

Paula war viele Jahre arbeitslos. Sie war Schreibhilfe. Dann hat sie in der OSE gearbeitet, das war eine Hilfsgesellschaft für arme Juden, in der sie Adressen schrieb. Anschließend arbeitete sie als Reinmachefrau. Bis 1938 zog die Familie in die Kaiserstraße. Als der Hauswirt die Familie raus warf, zogen sie in die Grenadierstr. 4 a in eine 2 Zimmerwohnung, die RM 31.- monatlich kostete. Agathe Sochaczewer vermietete ein Zimmer in ihrer Wohnung an Herrn Martin Moser und seine Ehefrau Henriette Moser, geb. Elkan für RM 20.- monatlich unter.

1939 heiratete Paula Sochaczewer Walter Löwenstein. Sie wohnten zur Untermiete in der Oranienburger Str. 87 bei einer Familie Hermann. Jürgen Löwenstein blieb bei seinen Großeltern Agathe und Berthold Sochaczewer wohnen.

Walter Löwenstein war von Beruf Chemiker und war in einer Parfumabteilung von Tietz angestellt. Da er Jude war durfte er nicht mehr in seinem Beruf tätig sein und arbeitete dann als Abrissarbeiter und Bauarbeiter.

Am 07.08.1942 musste Agathe Sochaczewer mit dem 39. Transport den Weg nach Theresienstadt antreten. Dort starb sie dann am 06.12.1942. Im Dezember verließen auch ihre Tochter Paula Löwenstein und der Schwiegersohn Walter Löwenstein Berlin für immer. Seit dem 24. Transport vom 09.12.1942 nach Auschwitz gelten sie als verschollen.

Die Wohnung von Agathe Sochaczewer wurde am 31.08.1942 geräumt. Jürgen Löwenstein, der Sohn von Paula Löwenstein, überlebte.