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Karin Leyser

Stolperstein für Karin Leyser. Foto: OTFW.
LOCATION
Fürbringerstraße 18

DISTRICT
Friedrichshain-Kreuzberg – Kreuzberg
STONE WAS LAID
05/20/2008

BORN
03/17/1935 in Köln
DEPORTATION
on the 1st of November 1941 from Grunewald to Łódź / Litzmannstadt
LATER DEPORTED
on the 8th of May 1942 to Chełmno / Kulmhof
MURDERED
05/08/1942 in Chełmno / Kulmhof

Grete Leyser, geb. Cahn, war Lehrerin und hatte mit ihrem Mann, dem aus Berlin stammenden Maler Leopold Leyser, eine Tochter namens Karin, die am 17. März 1935 wie auch ihre Mutter in Köln zur Welt gekommen war. Da Leopold Leyser 1939 unter der Adresse von Familienangehörigen in Berlin-Pankow, in der Westerlandstraße 16, gemeldet war, ist davon auszugehen, dass er Ende der Dreißigerjahre dort zusammen mit seiner Familie lebte. Später zogen die Leysers in die Fürbringerstraße 18 in Kreuzberg. Leopold Leyser wurde zu Gleisbauarbeiten gezwungen; Grete Leyser musste in einer Kartonfabrik in Neukölln wie auch bei Ehrich & Graetz in Treptow arbeiten. Am 1. November 1941 wurde die Familie mit dem vierten Transport von Berlin nach Litzmannstadt in das dortige Getto deportiert, wo sie eine Unterkunft im Bleicherweg 17/15 zugewiesen bekamen. Vermutlich fanden Grete und Leopold Leyser keine Anstellung im Getto. Zumindest fehlten ihnen Beziehungen, die notwendig gewesen wären, um die Deportation der ganzen Familie bei der »Aussiedlung« der Westjuden zu verhindern. Am 8. Mai 1942 wurden Grete und Leopold Leyser mit ihrer Tochter Karin nach Kulmhof deportiert.


Biographical Compilation

Katja Zinn-Breitkreuz, in: Berliner Juden im Getto Litzmannstadt 1941-1945. Ein Gedenkbuch, Berlin 2009, S. 129.