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Salomon Pfeffer

Stolperstein für Salomon Pfeffer. Foto: OTFW.
LOCATION
Wullenweberstr. 11

DISTRICT
Mitte – Moabit
STONE WAS LAID
August 2011

BORN
12/19/1882 in Nisko (Galizien) / Ulanów
OCCUPATION
Kaufmann
DEPORTATION
on the 14th of November 1941 to Minsk
MURDERED

Salomon Pfeffer wurde am 19. Dezember 1882 in der im Karpatenvorland gelegenen Stadt Nisko (damals Galizien in Österreich-Ungarn, heute Polen) geboren. Im April 1903 zog der damals 20-Jährige ins niedersächsische Wilhelmshaven. Etwa im Jahr 1904 heiratete er die ebenfalls aus Galizien stammende Chaja Cytryn (auch: Chaija/Anna Citryn). Wie aus einer Bescheinigung der Stadt Wilhelmshaven hervorgeht, war Salomon Pfeffer zwischen 1904 und 1905 zeitweilig in München, Prag, Ulanow und Karlsruhe gemeldet. Da er Kaufmann von Beruf war, war er wahrscheinlich aus beruflichen Gründen unterwegs. Mit seiner Frau zog er 1908 vom Nachbarort Varel zurück nach Wilhelmshaven, wo im Jahr darauf sein Sohn Isaac geboren wurde. Vier Jahre später, im Sommer 1913, kam seine Tochter Erna zur Welt. Ab 1920 wohnte die Familie in Wilhelmshaven in der Grenzstraße 35, wo Salomon Pfeffer ein Geschäft hatte.

Im Frühjahr 1938 floh der Sohn Isaac von Hamburg aus in die USA. Er wurde im Jahr 1944 US-amerikanischer Staatsbürger und lebte bis zu seinem Tod 1981 in New York.

Salomon Pfeffer wurde während der Pogrome am 10. November 1938 verhaftet und war bis zum 15. Dezember 1938 im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Im Februar 1940 zog er mit seiner Frau und seiner Tochter nach Berlin-Moabit, anfangs in die Oldenburger Straße 32. Zuletzt wohnte die Familie in der Wullenweberstraße 11 zur Untermiete.

Am 14. November 1941 wurde Salomon Pfeffer mit seiner Frau und seiner Tochter nach Minsk deportiert. Alle drei wurden ermordet, ihre Todesdaten sind nicht bekannt.


Biographical Compilation

Julia Chaker

Additional Sources

Mitte Museum. Regionalgeschichtliches Museum für Mitte, Tiergarten, Wedding in Berlin;
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten / Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen;
Tracing the Past e. V., https://www.mappingthelives.org