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Bruno Rosendorff

Stolperstein für Bruno Rosendodrff© OTFW
LOCATION
Gervinusstraße 19a

DISTRICT
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
STONE WAS LAID
11/12/2013

BORN
01/06/1883 in Zietzen / Siecie
DEPORTATION
on the 19th of February 1943 to Auschwitz
MURDERED
in Auschwitz

Bruno Rosendorff wurde am 6. Januar 1883 in Zietzen in Pommern (heute: Siecie / Polen) als Sohn von Gustav und Franziska Rosendorff geboren und besuchte dort die Grundschule. Danach lernte er Textilkaufmann im Kaufhaus Brotzen im pommerschen Schlawe und schloss seine Ausbildung als Textilkaufmann ab. Er heiratete Meta Rosendorf eingefügt.f, geb. Arndt, die ebenfalls aus Pommern stammte. 1908 kam der Sohn Max zur Welt.

Wann das Ehepaar nach Berlin zog, ist nicht genau bekannt, jedenfalls hatte Bruno Rosendorff 1908 ein Möbelgeschäft an der Bernauerstraße. Von 1914 bis 1918 war er Soldat. Nach 1919 betrieb er zusammen mit einem Teilhaber das Textilunternehmen Hasso & Foller & Co. in Berlin an der Invalidenstraße. Später gründete er zusammen mit einem Teilhaber die Textilfirma Rosenberg & Rosendorff in der Weinmeisterstraße.

1930 zog die Familie in die Gervinusstraße. Von da an war Bruno Rosendorff als selbständiger Vertreter bei der Deutschen Wirtschafts-Bedarf GmbH tätig. Ende 1937 wanderte sein Bruder Leo Rosendorff aus, Bruno Rosendorff wurde arbeitlos. Als Jude bekam er keine Stelle und lebte mit seiner Frau von der Unterstützung seiner „arischen“ Schwägerin und von Max, dem die Flucht nach Südafrika gelungen war.

Max Rosendorff, der Kaufmann in Johannesburg wurde, beantragte 1960 Entschädigung. Er hatte die Briefmarkensammlung erben sollen, die von seinem Großvater stammte. Obwohl es Bruno Rosendorff wirtschaftlich schlecht ging, weigerte er sich, die Sammlung zu verkaufen. Als Bruno und Meta Rosendorff am 19. Februar 1943 in einem Zug mit rund 1000 Menschen nach Auschwitz deportiert wurden, beschlagnahmten die Nazis ihre Wohnung und räumten sie vollständig aus. Zu den Wertgegenständen, die sie sich aneigneten, gehörte auch die Briefmarkensammlung.


Biographical Compilation

Doris d‘Cruz, Heidi Steinbeck, Gaby Klimek, Helmut Lölhöffel