Skip to main content
Skip to content Skip to navigation

Johanna Brück (born Müller)

Johanna Brück © OTFW
LOCATION
Dahlmannstr. 1

DISTRICT
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
STONE WAS LAID
04/26/2013

BORN
09/12/1908 in Berlin
VERHAFTET
on the 11th of July 1944 in Berlin
DEPORTATION
in September 1944 to Theresienstadt
SURVIVED

Johanna Brück wurde am 12. September 1908 in Berlin geboren. Den Nationalsozialisten galt sie als „Mischling ersten Grades“ und nach ihrer Heirat mit Heinrich Heinz Brück als Jüdin behandelt. Die Ehe wurde am 29. Juni 1937 im Standesamt Berlin-Mitte geschlossen.

Von 1927 bis 1938 war Heinrich Brück als Buchhalter und Expedient beim Jüdischen Central-Verein beschäftigt. Als dieser 1938 aufgelöst wurde, arbeitete er bis September 1939 bei der „Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“ als Registrator. Danach musste er Zwangsarbeit als Bauarbeiter leisten.

Die Eheleute lebten von 1937 bis Anfang 1943 in der Dahlmannstraße 1. Sie teilten sich im 2. Aufgang in der 2. Etage eine Wohnung, in der sie ein Zimmer gemietet hatten, mit der Familie Carl sowie Gertrud und Martin Cohn.

Am 4. Februar 1943 konnten Heinz und Johanna Brück der Verhaftung entgehen. Da die Wohnung in der Dahlmannstraße 1 versiegelt wurde, begann mit diesem Tag ihr Leben in der Illegalität. Bei Johannas nichtjüdischer Mutter Frieda Müller in der Fischerstraße und bei Frau Schauer in der Sybelstraße konnten Heinz und Johanna Brück vorübergehend untertauchen. In der Wohnung von Gertrud Borchardt, einer Freundin von Johanna Brück, hatten sie dann für längere Zeit ein Versteck. Doch am 11. Juli 1944 wurde das Ehepaar nach einer Denunziation in der Wohnung der Freundin entdeckt, verhaftet und in das Sammellager Schulstraße eingeliefert.

Heinz Brück wurde am 12. Juli 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Am 26.Oktober 1944 wurde er in das KZ Stutthof bei Danzig überstellt und am 26. November 1944 ins KZ Buchenwald bei Weimar verlegt. Heinz Brücks Todesdatum ist der 22. Dezember 1944.

Johanna Brück wurde im September 1944 in das Ghetto Theresienstadt gebracht. Im Mai 1945 wurde sie in Theresienstadt befreit und kehrte im Juli nach Berlin zurück. 1947 emigrierte sie in die USA und starb im Juli 2005 in New York.


Biographical Compilation

Dorothea Lubasch, geb. Müller