Skip to main content
Skip to content Skip to navigation

Rosa Scheffler (born Warschauer)

Stolperstein für Rosa Scheffler. Copyright: Mauren Antkowski
LOCATION
Münchener Str. 16

DISTRICT
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
STONE WAS LAID
09/01/2014

BORN
02/16/1886 in Berlin
OCCUPATION
Hauswirtschafterin
DEPORTATION
on the 18th of October 1941 to Łódź / Litzmannstadt
LATER DEPORTED
in May 1942 to Chełmno / Kulmhof
MURDERED
05/07/1942 in Chełmno / Kulmhof

Rosa Warschauer wurde am 16. Februar 1886 als Tochter von Max und Bertha Warschauer in Berlin geboren. Wir wissen leider nur wenig über ihr Leben. Sie war verheiratet, mutmaßlich starb ihr Mann mit Namen Scheffler aber früh oder aber sie wurde wieder von ihm geschieden. Sie arbeitete seit Ende der 1920er oder Anfang der 1930er Jahre bei dem Fabrikanten Max Mark (s. dort) als Hauswirtschafterin. Max Marks Frau Johanna war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Deshalb brauchte er vermutlich eine Angestellte, die ihm den Haushalt in der Vierzimmer-Wohnung führte. Mutmaßlich war sie auch als Stenotypistin für ihn tätig. Sie wohnte bei ihrem Arbeitgeber in der Münchener Straße 16 und erhielt als Lohn 30,-- RM monatlich. Max Mark hatte 1927 seine Firma, eine Bronzegießerei, aufgegeben und lebte danach von seinen Vermögenserträgen. Es ist möglich, dass Rosa Scheffler bereits in seiner Bronzefabrik tätig gewesen war und nach Aufgabe der Firma als Hausangestellte weiterbeschäftigt wurde.
Mitte Oktober 1941 wurden Rosa Scheffler und Max Mark sowie das Ehepaar Lydia und Bernhard Mayer (s. dort), die ebenfalls in der Münchener Straße 16 wohnten, abgeholt und am 18. Oktober 1941 mit dem 1. Transport nach Litzmannstadt verfrachtet.
Am 26. Oktober 1941 bezogen sie dort im Bleicherweg 16 mit fünf Personen ein Zimmer in der Wohnung Nr. 6. Rosa Scheffler wurde noch weiter nach Kulmhof weitertransportiert und dort am 7. Mai 1942 ermordet. Ihr Arbeitgeber Max Mark kam am 15. Juni 1942 in Litzmannstadt ums Leben.


Biographical Compilation

Dr. Judith Hahn

Additional Sources

Liste der Eingesiedelten; Transportliste der Gestapo; Volkszählungsdaten 1939; Archiv Lodz