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Frieda Lachmann (born Ginsberg)

Stolperstein für Frieda Lachmann, Foto: OTFW
LOCATION
Witzlebenstraße 25

DISTRICT
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
STONE WAS LAID
10/08/2015

BORN
09/15/1868 in Berlin
DEPORTATION
on the 19th of April 1943 to Theresienstadt
MURDERED
November 1943 in Theresienstadt

Frieda Lachmann, geb. Ginsberg, wurde am 15. September 1868 in Berlin geboren. Sie war als Dienstmädchen tätig, bis sie am 10. April 1891, im Alter von 23 Jahren, den 38-jährigen Norbert Lachmann heiratete. Norbert Lachmann, geboren am 22. März 1853 im heutigen Polen, Sohn von Mathilde und Isaac Lachmann, war zum Zeitpunkt der Machtergreifung Hitlers 80 Jahre alt. Er starb vermutlich eines natürlichen Todes, sein Todesdatum ist nicht bekannt.
Frieda und Norbert hatten zwei Kinder, Rudolf und Matilda. Rudolf emigrierte nach 1933 nach Brasilien. Matilda, verheiratet mit dem Kaufmann Max Kallmann, emigrierte mit ihrem Mann und ihren Kindern Günther und Marion nach Südafrika. Der fast 90-jährige Enkelsohn Günther, der später von Südafrika in die USA auswanderte, wo er 2015 lebte, hatte um einen Stolperstein gebeten – er möchte der Großmutter, an die er sich kaum erinnert, gedenken.
Frieda Lachmann wohnte in der Witzlebenstraße 25 und war als Untermieterin bei Wolff gemeldet. Kurz vor ihrer Deportation musste sie zwangsweise in die Nummer 16 umziehen, wo sie bei Moses unterkam. Am 19. April 1943 ist die 73 Jahre alte Frieda Lachmann mit 101 Menschen, von denen 16 überlebten, vom Anhalter Bahnhof ins Ghetto Theresienstadt in Böhmen gebracht worden. Am 8. November 1943 ist sie dort, wo sie die elenden Umstände des Lagers ertragen musste, ums Leben gebracht worden.


Biographical Compilation

Margit Herfarth / ergänzt von Helmut Lölhöffel