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Hans Ekstein

LOCATION
Hauptstraße 109

DISTRICT
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
STONE WAS LAID
12/04/2017

BORN
06/24/1894 in Wien
OCCUPATION
Innenarchitekt
DEPORTATION
on the 17th of March 1943 to Theresienstadt
MURDERED
06/14/1944 in Theresienstadt

Hans Ekstein, geb. am 24. Juni 1894 in Wien. Er war seit dem 19. November 1938 verheiratet mit Elisabeth Ekstein geb. Beerman, geb. 05.April 1900 in Schwerin.
Er war Innenarchitekt und betrieb von 1920 bis zum Berufsverbot 1939 ein erfolgreiches, eigenes Büro in Berlin.
Mit seinem Vermögen verhalf er seinem Bruder und anderen Verfolgten zur Flucht aus Deutschland und versuchte für sich, seine Frau und deren Familie die Auswanderung zu erreichen.
Als er auf Bitten eines jugoslawischen Freundes einer bedürftigen alten Jüdin in Wien per Einschreiben 100,- Reichsmark zukommen ließ, schaltete sich die Zollfahndung ein, was zur Durchsuchung seiner Wohnung führte. Er hatte dort Bargeld - darunter geringe Dollar - wie Britische Pfundbeträge - für Visa und Emigration zurückgelegt. Vom Landgericht Berlin wurde er deswegen 1941 wegen Devisenvergehens und wegen Vergehens gegen die Kriegswirtschaftsordnung zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 69.000,-Reichsmark sowie den Kosten des Verfahrens verurteilt. Damit war die Familie ruiniert. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis Berlin Tegel 1942, zog er mit seiner Frau zu Cäcilie und Bruno Beermann in die Hauptstraße 109.
Elisabeth und Hans Ekstein wurden am 17. März 1943 mit dem 4. Großen Alterstransport zusammen mit 1286 Juden und Jüdinnen nach Theresienstadt deportiert. Von diesem Transport überlebten 219 Personen das Konzentrationslager.
Elisabeth Ekstein wurde am 09. Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Hans Ekstein kam in Theresienstadt am 14. Juni 1944 ums Leben


Biographical Compilation

Florence Springer Moehl

Additional Sources

Deportationslisten: statistik-des-holocaust.de
Alfred Gottwald, Diana Schulte: Die Judendeportationen aus dem Deutschen Reich 1941-1945, Wiesbaden 2005