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Irma Naomi (Noomi) Weinberger

Stolperstein für Irma Naomi Weinberger © H.-J. Hupka
LOCATION
Goethestr. 70

DISTRICT
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
STONE WAS LAID
08/10/2014

BORN
1921 in Wien
ESCAPE
1939 Jugend-Alija nach Palästina
SURVIVED

Josef und Chanah Weinberger (siehe dort) lebten in Wien und bekamen dort 1922 (einige Dokumente geben 1921 an) die Tochter Irma Naomi, auch Noomi genannt, und 1924 den Sohn Norbert Naftali. Kurz nach Norberts Geburt siedelte die Familie nach Berlin um, ab 1925 wohnten sie in der Goethestraße 70.
Wie ihr Vater Josef Weinberger die Machtübernahme der Nationalsozialisten erlebte und die Zunahme an offiziellen antisemitischen Maßnahmen, ist nicht bekannt. Am 14. Mai 1937 starb Irmas Mutter Chanah an einer Gallenvergiftung und Herzschwäche. Sie wurde noch am selben Tag auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee beigesetzt.
Nach den Pogromen vom November 1938 häuften sich die antijüdischen diskriminierenden und demütigenden Maßnahmen dermaßen, dass Josef für sich und seine Kinder die Dringlichkeit erkannte, Deutschland zu verlassen. Irma konnte im Februar 1939 mit der Jugend-Alija, der von der Reichsvertretung der Juden organisierten Auswanderung junger Leute nach Palästina, dorthin gelangen, 1943 beantragte sie die Einbürgerung. Norbert, 14-jährig, war schon im Januar 1939 mit einem Kindertransport nach England gerettet worden.
Nachdem es ihr Vater nach Palästina geschafft hatte, kam auch ihr Bruder Norbert mit seiner Frau Gisela im Jahr 1949 aus England nach.
Irmas Großeltern mütterlicherseits, David und Fanni Feigel Silbiger, die im galizischen Chrzanów gelebt hatten, wurden 1943 in Auschwitz ermordet. Auch ihre Tante (Chanas Schwester) Rivka, verheiratete Tobias, und ihr Onkel Abraham mit seiner Frau Frimet kamen in der Shoa um.


Biographical Compilation

Recherchen/Text: Micaela Haas