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Laura Wachsner (born Bloch)

Laura Wachsner. Copyright: Yad Vashem
Vier Generationen: Laura Wachsner inmitten ihrer Familie. Copyright: Naomi Johnson
LOCATION
Barbarossastr. 45

DISTRICT
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
STONE WAS LAID
06/10/2010

BORN
09/05/1866 in Miechowitz / Miechowice
OCCUPATION
Kauffrau
DEPORTATION
on the 3rd of September 1942 to Theresienstadt
DEAD
10/03/1942 in Theresienstadt

Laura Wachsner wurde am 5. September 1866 im oberschlesischen Miechowitz (heute: Miechowice/Polen) geboren. Ihre Eltern waren Samuel Bloch und Rosalie, geb. Koppel.

Laura heiratete den Kaufmann Louis Wachsner, der in Berlin als selbständiger Handelsvertreter für Textilfirmen ansässig war.

Spätestens ab 1912 wohnte das Ehepaar mit ihrer Tochter Else in Berlin-Schöneberg, zunächst in der Wartburgstr. 42, ab 1914 in der Barbarossastr. 45. Das Geschäftsbüro von Louis Wachsner war in Berlin-Mitte.

Einige Zeit nach der Heirat der Tochter trat deren Mann Georg Jottkowitz (s. dort) mit in die Firma ein, die seit 1920 in der Kommandantenstr. 71 in der Nähe des Spittelmarktes – ebenfalls in Berlin-Mitte – ansässig war, und sich nun Louis Wachsner und Co. nannte.

Die Weltwirtschaftskrise wirkte sich auch auf die Firma von Laura Wachsners Mann und Schwiegersohn aus. Bis 1931 wohnten ihre Tochter Else Jottkowitz (s. dort) mit ihrem Mann und ihrem Sohn Hans (geboren 1918) in der Eisenacher Straße 25 in Berlin-Schöneberg. Nun musste diese Wohnung aufgeben werden, die Familie zog zu Laura und Louis Wachsner in die Wohnung in der Barbarossastraße 45.

Die Aufrufe zum Boykott jüdischer Kaufleute ab 1933 taten noch ein Übriges, die wirtschaftliche Lage der Familie verschlechterte sich weiter. Nachdem Louis Wachsner 1933 oder 1934 verstorben war, musste die Wohnung in der Barbarossastr. 45, wo die Familie 20 Jahre lang gelebt hatte, aufgegeben werden. Die Witwe Laura zog gemeinsam mit der Familie ihrer Tochter in die verkleinerte und zu Wohnung und Geschäft umgebaute Firma in der Kommandantenstraße 71.

Am 3. September 1942 wurde die fast 76-Jährige von dort „abgeholt“ und nach Theresienstadt deportiert. Dort starb sie am 3. Oktober 1942 laut Todesfallanzeige an einer „Lungenentzündung“.


Biographical Compilation

Dr. Anne Meckel auf der Grundlage wesentlicher Vorarbeiten von Hannelore Emmerich