Else Pander née Blum, geschiedene Sternfeld

Location 
Büsingstr. 5
District
Friedenau
Born
1894
Deportation
on 29 January 1943 nach Auschwitz
Murdered
in Auschwitz

    Die Kaufmannstochter Else Blum wurde am 25.10.1894 in Berlin geboren. Am 13.10.1914 heiratete sie in Berlin den Zoologen Dr. Richard Sternfeld und zog nach Frankfurt am Main, wo ihr Mann ab November 1913 am Senckenberg-Museum als Herpetologe angestellt war. Dort wohnten sie zunächst in der Adalbertstr. 5, 3. OG und zogen am 17.04.1915 in die Dachgeschosswohnung der Sophienstr. 60 um. Dort wohnte die Familie bis Ende 1921. <br />
    Am 9.8. 1915 wurde ihre Tochter Lore in Frankfurt geboren. Im Sommer 2016 wurde ihr Mann zum Militärdienst einberufen. Nach der Einberufung ihres Mannes verlegte die nun mit dem Kleinkind auf sich gestellte Else Sternfeld ihren Wohnsitz insgesamt viermal für mehrere Monate zurück nach Berlin. Am 18.04.1919 wurde der Sohn Hans in Frankfurt geboren. Das einzige uns erhaltene Foto (Abb.3) zeigt Else vermutlich im Frühjahr 1919 mit dem Säugling Hans und der fast vierjährigen Lore. Nachdem ihrem Mann beim Senckenberg-Museum im Herbst 1920 gekündigt wurde, da er sich für die Bildung eines Betriebsrates eingesetzt hatte, zog die Familie im Januar 1922 zurück nach Berlin und bezog eine Wohnung in der Kirchstr. 9, 2. OG (heutige Schmiljanstr.9) in Berlin-Friedenau. Richard Sternfeld arbeitete nun als Redakteur bei der Galopp-Sportzeitung „Sport-Welt“. Am 18.01. 1927 ließen sich Else und Richard Sternfeld scheiden. <br />
    Else blieb mit den Kindern Lore und Hans weiter in der Wohnung Kirchstr. 9 und heiratete am 29.04.1927 Hans Pander, der zuvor von ihrer älteren Schwester Käthe geschieden worden war. Am 6.4.1937 wurde ihr Sohn Hans Sternfeld tot in der Büsingstr. 5 aufgefunden. Ab Mai 1941 wohnten sie und ihr Mann und ihre Tochter Lore zur Untermiete in die Wohnung von Alexander Zutrauen (1876-1943) und seiner Frau Else, geb. Hoch (1887-1943), in Berlin Wilmersdorf, Bregenzer Str. 3, 1. OG. Else Pander musste bei dem Rüstungsbetrieb „Ehlermann & Weckmann Maschinen und Apparatefabrik KG in Berlin Moabit, Turmstr. 73 Zwangsarbeit leisten. Am 29. Januar 1943 wurden Else Pander, ihr Mann Hans Pander und ihre Tochter Lore Sternfeld sowie ihre Vermieter Alexander und Else Zutrauen mit dem 27. Osttransport nach Ausschwitz deportiert und dort ermordet.<br />

    Die Kaufmannstochter Else Blum wurde am 25.10.1894 in Berlin geboren. Am 13.10.1914 heiratete sie in Berlin den Zoologen Dr. Richard Sternfeld und zog nach Frankfurt am Main, wo ihr Mann ab November 1913 am Senckenberg-Museum als Herpetologe angestellt war. Dort wohnten sie zunächst in der Adalbertstr. 5, 3. OG und zogen am 17.04.1915 in die Dachgeschosswohnung der Sophienstr. 60 um. Dort wohnte die Familie bis Ende 1921.
    Am 9.8. 1915 wurde ihre Tochter Lore in Frankfurt geboren. Im Sommer 2016 wurde ihr Mann zum Militärdienst einberufen. Nach der Einberufung ihres Mannes verlegte die nun mit dem Kleinkind auf sich gestellte Else Sternfeld ihren Wohnsitz insgesamt viermal für mehrere Monate zurück nach Berlin. Am 18.04.1919 wurde der Sohn Hans in Frankfurt geboren. Das einzige uns erhaltene Foto (Abb.3) zeigt Else vermutlich im Frühjahr 1919 mit dem Säugling Hans und der fast vierjährigen Lore. Nachdem ihrem Mann beim Senckenberg-Museum im Herbst 1920 gekündigt wurde, da er sich für die Bildung eines Betriebsrates eingesetzt hatte, zog die Familie im Januar 1922 zurück nach Berlin und bezog eine Wohnung in der Kirchstr. 9, 2. OG (heutige Schmiljanstr.9) in Berlin-Friedenau. Richard Sternfeld arbeitete nun als Redakteur bei der Galopp-Sportzeitung „Sport-Welt“. Am 18.01. 1927 ließen sich Else und Richard Sternfeld scheiden.
    Else blieb mit den Kindern Lore und Hans weiter in der Wohnung Kirchstr. 9 und heiratete am 29.04.1927 Hans Pander, der zuvor von ihrer älteren Schwester Käthe geschieden worden war. Am 6.4.1937 wurde ihr Sohn Hans Sternfeld tot in der Büsingstr. 5 aufgefunden. Ab Mai 1941 wohnten sie und ihr Mann und ihre Tochter Lore zur Untermiete in die Wohnung von Alexander Zutrauen (1876-1943) und seiner Frau Else, geb. Hoch (1887-1943), in Berlin Wilmersdorf, Bregenzer Str. 3, 1. OG. Else Pander musste bei dem Rüstungsbetrieb „Ehlermann & Weckmann Maschinen und Apparatefabrik KG in Berlin Moabit, Turmstr. 73 Zwangsarbeit leisten. Am 29. Januar 1943 wurden Else Pander, ihr Mann Hans Pander und ihre Tochter Lore Sternfeld sowie ihre Vermieter Alexander und Else Zutrauen mit dem 27. Osttransport nach Ausschwitz deportiert und dort ermordet.