Georg Fabian

Location 
Ceciliengärten 1
District
Schöneberg
Stone was laid
2016
Born
1887
Deportation
on 19 February 1943 nach Auschwitz
Murdered
in Auschwitz
  • Stolperstein für Georg Fabian © OTFW

    Stolperstein für Georg Fabian © OTFW

Georg Fabian wurde am 21. Juni 1887 in Neustettin als Sohn seines jüdischen Vaters Julius Fabian und dessen Ehefrau geboren. Sein Vater betrieb in Neustettin zusammen mit seinen Geschwistern ein Manufakturwarengeschäft unter der Anschrift Preußische Straße 37. Seine Schwester Margarete war bereits am 27. Dezember 1881 geboren.<br />
Georg Fabian war seit derm 22. Mai 1911 Bankbeamter bei der Dresdner Bank in Berlin. <br />
Er heiratete am 4. April 1922 die in Treuen geborene Erna Sittner. Ihr Sohn Hans Julius Fabian kam am 11. Februar 1923 in Berlin auf die Welt. <br />
1932 fusionisierten die Darmstädter Bank und die Nationalbank/Dresdner Bank. Angeblich wegen des dadurch eingetretenen Personalüberhanges wurde Georg Fabian ab dem 1. April 1933 pensioniert; tatsächlich aber wohl wegen seiner jüdischen Herkunft.<br />
1937 zog Georg Fabian mit seiner Frau Erna und seinem Sohn Hans Julius in das Haus Ceciliengärten 1, mit ihnen zogen seine verwitwete Schwester Margarete Meyer und seine Schwiegermutter Bertha Sittner dort ein. Margarethes Sohn Heinz hatte Gerda Abelt geheiratet, ihre Tochter Tana wurde am 8. Mai 1940 geboren. Sie lebten in der Bergasstraße 7. Heinz wurde am 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Er überlebte und emigrierte nach dem Krieg nach Schweden. Seine Frau Gerda wurde am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ihre gemeinsame Tochter Tana wurde am 10. März 1944 nach Theresienstadt deportiert. Dort traf sie ihre Großmutter Charlotte Ulrika Abelt, der es gelang zusammen mit Tana zu überleben. Hans Julius emigrierte am 11. Juli 1939 nach England. Im Haus Ceciliengärten 1 durfte die Familie nicht bleiben; am 1. Mai 1940 musste Georgs Schwester Margarethe ausziehen, am 29. August 1940 zogen Georg und Erna in die Beckerstr. 5 III in Schöneberg. Bertha Sittner zog in ein Altersheim in der Marburger Str. 5. <br />
Georg Fabian leistete Zwangsarbeit bei der Reichsbahn am Lehrter Güterbahnhof. Sein Ruhegehalt betrug 161,00 RM und er erhielt 40,00 RM Arbeitslohn. Er und sedine Frau mussten noch einmal umziehen und zwar am 20. November 1942 in die Augsburger Str. 16 III zu Isidor Rummelsburg in ein Leerzimmer. Seine Frau Erna leistete in dieser Zeit Zwangsarbeit bei der Firma C.J. Vogel, Draht und Kabelwerke. <br />
Georg Fabian und seine Frau Erna wurden gemeinsam in die Sammelstelle in die Große Hamburger Straße gebracht, dort mussten sie am 5. Februar 1943 die Vermögenserklärung ausfüllen. Beide gaben an, der jüdischen Konfession anzugehören. <br />
Am 19. Februar 1943 wurde Georg Fabian zusammen mit seiner Frauz Erna nach Auschwitz deportiert und dort vermutlich sofort ermordet.<br />
Ihn Sohn Hans Julius Fabian erreichte schließlich die USA und nach einem kurzen Aufenthalt in Kanada ließ er sich in San Francisco nieder, heiratete Judith Janaro und sie bekamen die Tochter Vanessa. Hans Julius Fabian starb am 8. Januar 2010 in San Francisco. <br />
Seine Witwe und seine Tochter leben in San Francisco. Die Tochter vo Heinz und Gerda Meyer Tana, emigrierte nach dem Krieg mit ihrer Großmutter nach Schweden und später von dort nach New York. Sie heiratete und lebt heute mit ihrer Familie dort.<br />

Georg Fabian wurde am 21. Juni 1887 in Neustettin als Sohn seines jüdischen Vaters Julius Fabian und dessen Ehefrau geboren. Sein Vater betrieb in Neustettin zusammen mit seinen Geschwistern ein Manufakturwarengeschäft unter der Anschrift Preußische Straße 37. Seine Schwester Margarete war bereits am 27. Dezember 1881 geboren.
Georg Fabian war seit derm 22. Mai 1911 Bankbeamter bei der Dresdner Bank in Berlin.
Er heiratete am 4. April 1922 die in Treuen geborene Erna Sittner. Ihr Sohn Hans Julius Fabian kam am 11. Februar 1923 in Berlin auf die Welt.
1932 fusionisierten die Darmstädter Bank und die Nationalbank/Dresdner Bank. Angeblich wegen des dadurch eingetretenen Personalüberhanges wurde Georg Fabian ab dem 1. April 1933 pensioniert; tatsächlich aber wohl wegen seiner jüdischen Herkunft.
1937 zog Georg Fabian mit seiner Frau Erna und seinem Sohn Hans Julius in das Haus Ceciliengärten 1, mit ihnen zogen seine verwitwete Schwester Margarete Meyer und seine Schwiegermutter Bertha Sittner dort ein. Margarethes Sohn Heinz hatte Gerda Abelt geheiratet, ihre Tochter Tana wurde am 8. Mai 1940 geboren. Sie lebten in der Bergasstraße 7. Heinz wurde am 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Er überlebte und emigrierte nach dem Krieg nach Schweden. Seine Frau Gerda wurde am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ihre gemeinsame Tochter Tana wurde am 10. März 1944 nach Theresienstadt deportiert. Dort traf sie ihre Großmutter Charlotte Ulrika Abelt, der es gelang zusammen mit Tana zu überleben. Hans Julius emigrierte am 11. Juli 1939 nach England. Im Haus Ceciliengärten 1 durfte die Familie nicht bleiben; am 1. Mai 1940 musste Georgs Schwester Margarethe ausziehen, am 29. August 1940 zogen Georg und Erna in die Beckerstr. 5 III in Schöneberg. Bertha Sittner zog in ein Altersheim in der Marburger Str. 5.
Georg Fabian leistete Zwangsarbeit bei der Reichsbahn am Lehrter Güterbahnhof. Sein Ruhegehalt betrug 161,00 RM und er erhielt 40,00 RM Arbeitslohn. Er und sedine Frau mussten noch einmal umziehen und zwar am 20. November 1942 in die Augsburger Str. 16 III zu Isidor Rummelsburg in ein Leerzimmer. Seine Frau Erna leistete in dieser Zeit Zwangsarbeit bei der Firma C.J. Vogel, Draht und Kabelwerke.
Georg Fabian und seine Frau Erna wurden gemeinsam in die Sammelstelle in die Große Hamburger Straße gebracht, dort mussten sie am 5. Februar 1943 die Vermögenserklärung ausfüllen. Beide gaben an, der jüdischen Konfession anzugehören.
Am 19. Februar 1943 wurde Georg Fabian zusammen mit seiner Frauz Erna nach Auschwitz deportiert und dort vermutlich sofort ermordet.
Ihn Sohn Hans Julius Fabian erreichte schließlich die USA und nach einem kurzen Aufenthalt in Kanada ließ er sich in San Francisco nieder, heiratete Judith Janaro und sie bekamen die Tochter Vanessa. Hans Julius Fabian starb am 8. Januar 2010 in San Francisco.
Seine Witwe und seine Tochter leben in San Francisco. Die Tochter vo Heinz und Gerda Meyer Tana, emigrierte nach dem Krieg mit ihrer Großmutter nach Schweden und später von dort nach New York. Sie heiratete und lebt heute mit ihrer Familie dort.