Hans Schulz

Location 
Ernststr. 94
Historical name
Neue Ernststr.
District
Borsigwalde
Stone was laid
2009
Born
1898
Occupation
Dreher
Excecuted
1945 in Brandenburg-Görden
  • Fotografie von Hans Schulz
    Fotografie von Hans Schulz © Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

    Fotografie von Hans Schulz © Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

  • Stolperstein für Hans Schulz.
    Stolperstein für Hans Schulz. Foto: OTFW.

    Stolperstein für Hans Schulz. Foto: OTFW.

Hans Schulz wurde am 27 Juli in Berlin geboren. Von Beruf war er Dreher und wohnte 1944 in Berlin-Borsigwalde, Ernststraße 94. Nach dem Besuch der Volksschule in Berlin-Reinickendorf absolvierte er eine Lehre als Dreher. 1914-1918 wurde er Soldat. Nach dem Krieg war er auf Wanderschaft. Er verrichtete Notstandsarbeiten und war Sportwart des Arbeitersportverband „Fichte Nord“, in den er 1924 eingetreten war. 1933 wurde er Mitglied des RLB und der Deutschen Arbeitsfront. 1929 heiratete er Erna Schulz, geborene Paul. Sie bekamen eine Tochter. 1930 war er Vorsitzender des Betriebsrats in der Firma Worthingen in Berlin-Hohenschönhausen. Dort gemaßregelt, ging er 1930 als Facharbeiter in die UdSSR. In Moskau und Samara war er auch als Sportfunktionär tätig. 1934 kehrte Hans Schulz nach Deutschland zurück und arbeitete als Dreher bei der Firma Ludwig Loewe in Berlin-Moabit, Huttenstraße. 1944 wurde er für die Widerstandsgruppe des Betriebes, die Teil der Jacob-Saefkow-Bästlein-Organisation war, gewonnen. Er beteiligte sich an der Ver-breitgung illegaler Flugschriften, an der Weitergabe von Nachrichten ausländischer Sender sowie an Geldsammlungen und beriet mit Kurt Winkler über die Möglichkeit, Waffen zu beschaffen. Hans Schulz wurde am 27.09.1944 verhaftet und kam in U-Haft im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee. Am 01.12.1944 wurde er angeklagt, am 02.02.1945 vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt und am 20. April 1945 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.

Hans Schulz wurde am 27 Juli in Berlin geboren. Von Beruf war er Dreher und wohnte 1944 in Berlin-Borsigwalde, Ernststraße 94. Nach dem Besuch der Volksschule in Berlin-Reinickendorf absolvierte er eine Lehre als Dreher. 1914-1918 wurde er Soldat. Nach dem Krieg war er auf Wanderschaft. Er verrichtete Notstandsarbeiten und war Sportwart des Arbeitersportverband „Fichte Nord“, in den er 1924 eingetreten war. 1933 wurde er Mitglied des RLB und der Deutschen Arbeitsfront. 1929 heiratete er Erna Schulz, geborene Paul. Sie bekamen eine Tochter. 1930 war er Vorsitzender des Betriebsrats in der Firma Worthingen in Berlin-Hohenschönhausen. Dort gemaßregelt, ging er 1930 als Facharbeiter in die UdSSR. In Moskau und Samara war er auch als Sportfunktionär tätig. 1934 kehrte Hans Schulz nach Deutschland zurück und arbeitete als Dreher bei der Firma Ludwig Loewe in Berlin-Moabit, Huttenstraße. 1944 wurde er für die Widerstandsgruppe des Betriebes, die Teil der Jacob-Saefkow-Bästlein-Organisation war, gewonnen. Er beteiligte sich an der Ver-breitgung illegaler Flugschriften, an der Weitergabe von Nachrichten ausländischer Sender sowie an Geldsammlungen und beriet mit Kurt Winkler über die Möglichkeit, Waffen zu beschaffen. Hans Schulz wurde am 27.09.1944 verhaftet und kam in U-Haft im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee. Am 01.12.1944 wurde er angeklagt, am 02.02.1945 vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt und am 20. April 1945 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.