Natalie Breslauer née Wolff

Location 
Georg-Wilhelm-Str. 5
District
Halensee
Stone was laid
2011
Born
1875
Deportation
on 27 November 1941 nach Riga
Murdered
1941 in Riga
  • Foto:  A. Bukschat & C. Flegel
    Foto: A. Bukschat & C. Flegel

    Foto: A. Bukschat & C. Flegel

Natalie Breslauer geb. Wolff wurde am 9. Oktober 1875 in Löbau (Sachsen) geboren. Sie war eines der acht Kinder von Salomon Wolff (1848-1899) und Rosalie (1854-1931) Wolff geb. Biram. Unter ihren Geschwistern waren Arthur Wolff (1843-1941), der nach Minsk deportiert wurde und für den ein Stolperstein an der Dernburgstraße 57 verlegt worden ist (siehe https://www.berlin.de/ba-charlotte…) sowie Gertrud Pauli geb. Wolff, für die ein Stolperstein an der Gerolsteiner Straße 3 verlegt worden ist (siehe https://www.berlin.de/ba-charlotte… ). Ein weiterer Bruder war Max Wolff (1877-1943), der mit Adele Wolff geb. Cohn (1870-1942) verheiratet war. Beide, die in der Hohenstaufenstraße 56 lebten, wurden am 21. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und kurz danach dort ermordet.<br />
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Zunächst war sie mit einem Mann namens Adolf Josephson verheiratet, von dem sie sich scheiden ließ. Über ihn ist weiter nichts bekannt. Er war der Vater ihres Kindes Kurt Josephson, von dem ebenfalls kaum etwas bekannt ist - allerdings war er in den 1960er Jahren in Berlin. In zweiter Ehe war Natalie dann mit Dr. Breslauer verheiratet, von dem gleichfalls nichts überliefert ist. Sie war „Hausfrau“ und wohnte zum Zeitpunkt der Volkszählung am 17. Mai 1939 in Halensee in der Georg-Wilhelm-Straße 5. Dieses Haus, das damals dem griechischen Kaufmann Prokapakis gehörte, steht heute nicht mehr, an seiner Stelle befindet sich ein Spielplatz.<br />
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Natalie Breslauer ist am 27. November 1941 in einem ist 1053 Menschen besetzten Zug vom Gleis 17 des Bahnhofs Grunewald nach Riga deportiert worden. Nach der Ankunft am 30. November ist sie in Rumbula, einem Kiefernwald der lettischen Hauptstadt, ermordet worden.<br />
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Kurt Josephson, der Sohn aus ihrer ersten Ehe, der offensichtlich aus Berlin fliehen konnte, hat 1956 in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ein Gedenkblatt für seine Mutter hinterlegt. Darin gab er <br />
„Liebau in Schlesien“ als Geburtsort an.<br />
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Natalie Breslauer geb. Wolff wurde am 9. Oktober 1875 in Löbau (Sachsen) geboren. Sie war eines der acht Kinder von Salomon Wolff (1848-1899) und Rosalie (1854-1931) Wolff geb. Biram. Unter ihren Geschwistern waren Arthur Wolff (1843-1941), der nach Minsk deportiert wurde und für den ein Stolperstein an der Dernburgstraße 57 verlegt worden ist (siehe https://www.berlin.de/ba-charlotte…) sowie Gertrud Pauli geb. Wolff, für die ein Stolperstein an der Gerolsteiner Straße 3 verlegt worden ist (siehe https://www.berlin.de/ba-charlotte… ). Ein weiterer Bruder war Max Wolff (1877-1943), der mit Adele Wolff geb. Cohn (1870-1942) verheiratet war. Beide, die in der Hohenstaufenstraße 56 lebten, wurden am 21. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und kurz danach dort ermordet.

Zunächst war sie mit einem Mann namens Adolf Josephson verheiratet, von dem sie sich scheiden ließ. Über ihn ist weiter nichts bekannt. Er war der Vater ihres Kindes Kurt Josephson, von dem ebenfalls kaum etwas bekannt ist - allerdings war er in den 1960er Jahren in Berlin. In zweiter Ehe war Natalie dann mit Dr. Breslauer verheiratet, von dem gleichfalls nichts überliefert ist. Sie war „Hausfrau“ und wohnte zum Zeitpunkt der Volkszählung am 17. Mai 1939 in Halensee in der Georg-Wilhelm-Straße 5. Dieses Haus, das damals dem griechischen Kaufmann Prokapakis gehörte, steht heute nicht mehr, an seiner Stelle befindet sich ein Spielplatz.

Natalie Breslauer ist am 27. November 1941 in einem ist 1053 Menschen besetzten Zug vom Gleis 17 des Bahnhofs Grunewald nach Riga deportiert worden. Nach der Ankunft am 30. November ist sie in Rumbula, einem Kiefernwald der lettischen Hauptstadt, ermordet worden.

Kurt Josephson, der Sohn aus ihrer ersten Ehe, der offensichtlich aus Berlin fliehen konnte, hat 1956 in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ein Gedenkblatt für seine Mutter hinterlegt. Darin gab er
„Liebau in Schlesien“ als Geburtsort an.