Manfred Bottstein

Location 
Große-Leege-Straße 48
District
Alt-Hohenschönhausen
Stone was laid
2007
Born
1922
Occupation
Elektrotechniker
Deportation
on 13 July 1944 nach Theresienstadt
Later deported
on 16 October 1944 nach Auschwitz
Murdered
in Auschwitz
  • Stolperstein für Manfred Bottstein.

    Stolperstein für Manfred Bottstein. Fotorechte: D. Janke.

Manfred Bottstein kam am 27. Januar 1922 in Berlin zur Welt. Er war der Sohn der Eheleute Max und Rosa Bottstein.<br />
<br />
Max Bottstein, geb. am 13. Januar 1889 in Berlin, war der Sohn von Israel und Maria Bottstein. Er war von Beruf Kaufmann. Zuletzt war er als Büroangestellter bei der Jüdischen Kultusvereinigung in Berlin beschäftigt. Seine Ehefrau Rosa Bottstein, geborene Schaul, wurde am 1. Juni 1887 in Czarnikau/Posen (heute: Czarnkow/Polen) geboren.<br />
<br />
Nachdem die Familie ihre Wohnung in der Schönhauser Straße 130 hatte aufgeben müssen, lebte sie in der ebenfalls in Hohenschönhausen gelegenen Große-Leege-Straße 48. Am 24. Juli 1942 wurde die Familie noch in die Dunckerstraße 7 im Stadtbezirk Prenzlauer Berg umquartiert.<br />
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Manfred Bottstein wurde 1928 in Berlin eingeschult und besuchte die 62. Volksschule, bis er im Oktober 1938 an die Weißenseer Reformschule wechselte. Von Beruf war Manfred Bottstein Elektromechaniker. Er arbeitete für verschiedene Arbeitgeber als Elektrotechniker und vermutlich bis zu seiner Deportation in einem Sammellager. Zwei Tage vor ihrer Deportation mussten die Eltern, Max und Rosa Bottstein, die Wohnung in der Dunckerstraße verlassen. Vermutlich kamen sie in das Sammellager in der Großen Hamburger Straße in Berlin. Wie aus einem Schreiben des Hausverwalters vom 8. Juni 1943 hervorgeht, wohnte der Sohn Manfred Bottstein noch bis zum 26. Februar 1943 in der Dunckerstraße. Danach versuchte er, untergetaucht zu überleben, und versteckte sich, um der drohenden Deportation zu entgehen. Das gelang ihm nur bis Juli 1943. In gleichen Monat musste er seine „Vermögenserklärung“ abgeben. Ein Jahr später, am 13. Juli 1944, wurde Manfred Bottstein nach Theresienstadt deportiert und von dort weiter am 16. Oktober 1944 nach Ausschwitz. Es kann davon ausgegangen werden, dass er dort ermordet wurde. Die Eheleute Max und Rosa Bottstein wurden am 26. Oktober 1942 nach Riga deportiert, wo sie am 29. Oktober 1942 ermordet wurden.

Manfred Bottstein kam am 27. Januar 1922 in Berlin zur Welt. Er war der Sohn der Eheleute Max und Rosa Bottstein.

Max Bottstein, geb. am 13. Januar 1889 in Berlin, war der Sohn von Israel und Maria Bottstein. Er war von Beruf Kaufmann. Zuletzt war er als Büroangestellter bei der Jüdischen Kultusvereinigung in Berlin beschäftigt. Seine Ehefrau Rosa Bottstein, geborene Schaul, wurde am 1. Juni 1887 in Czarnikau/Posen (heute: Czarnkow/Polen) geboren.

Nachdem die Familie ihre Wohnung in der Schönhauser Straße 130 hatte aufgeben müssen, lebte sie in der ebenfalls in Hohenschönhausen gelegenen Große-Leege-Straße 48. Am 24. Juli 1942 wurde die Familie noch in die Dunckerstraße 7 im Stadtbezirk Prenzlauer Berg umquartiert.

Manfred Bottstein wurde 1928 in Berlin eingeschult und besuchte die 62. Volksschule, bis er im Oktober 1938 an die Weißenseer Reformschule wechselte. Von Beruf war Manfred Bottstein Elektromechaniker. Er arbeitete für verschiedene Arbeitgeber als Elektrotechniker und vermutlich bis zu seiner Deportation in einem Sammellager. Zwei Tage vor ihrer Deportation mussten die Eltern, Max und Rosa Bottstein, die Wohnung in der Dunckerstraße verlassen. Vermutlich kamen sie in das Sammellager in der Großen Hamburger Straße in Berlin. Wie aus einem Schreiben des Hausverwalters vom 8. Juni 1943 hervorgeht, wohnte der Sohn Manfred Bottstein noch bis zum 26. Februar 1943 in der Dunckerstraße. Danach versuchte er, untergetaucht zu überleben, und versteckte sich, um der drohenden Deportation zu entgehen. Das gelang ihm nur bis Juli 1943. In gleichen Monat musste er seine „Vermögenserklärung“ abgeben. Ein Jahr später, am 13. Juli 1944, wurde Manfred Bottstein nach Theresienstadt deportiert und von dort weiter am 16. Oktober 1944 nach Ausschwitz. Es kann davon ausgegangen werden, dass er dort ermordet wurde. Die Eheleute Max und Rosa Bottstein wurden am 26. Oktober 1942 nach Riga deportiert, wo sie am 29. Oktober 1942 ermordet wurden.