- Location
- Heinz-Bartsch-Straße 5
- Historical name
- Schneidemühler Straße
- District
- Prenzlauer Berg
- Stone was laid
-
02 April 2025
- Born
- 23 February 1924 in Berlin
- Deportation
- on 29 October 1941 to Litzmannstadt / Łódź
- Later deported
- on 04 May 1942 from Ghetto Litzmannstadt / Lodz to Kulmhof / Chełmno
-
Murdered
- in Kulmhof / Chełmno
Melanie Rosenrauch wurde am 23. Februar 1924 in Berlin geboren. Ihre Eltern waren Abraham Rosenrauch, Kaufmann von Beruf und dessen Ehefrau Blime Rosenrauch, geborene Schlemowicz, Handlungsgehilfin von Beruf. Melanie hatte noch einen Bruder. Manfred Rosenrauch wurde am 8. März 1927 in Berlin geboren.
Der Vater war 1890 in Kuczurmik in der Bukowina in der damaligen Österreich-Ungarischen Monarchie geboren. Die Mutter war 1890 in der Nähe von Lublin in Polen geboren, das damals zu Russland gehörte. Die Familie zog spätestens 1920 nach Berlin und unterhielt an verschiedenen Standorten ein Geschäft für Woll-Strumpf- und Strickwaren.
Welche Schule Melanie Rosenrauch besucht, ist uns nicht bekannt.
Der letzte freigewählte Wohnort von Melanie und ihrer Familie war die Schneidemühler-Straße 6, heute Heinz-Bartsch-Straße 5, in die sie 1932 zogen.
Ab dem Jahr 1937 wohnte die Familie gezwungen durch die repressive, antisemitsche Wohnungspolitik in der Braunsberger Straße 42. Von dort aus wurde sie am 27. Oktober 1941 mit dem III. Transport von Berlin in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert. Das war nach dem Warschauer Ghetto das größte jüdische Ghetto mit ca. 70000 Menschen. Die Gefangenen mussten Zwangsarbeit leisten. Am 4. Mai 1942 wurde Melanie Rosenrauch mit ihren Eltern und ihrem Bruder, Manfred von Litzmannstadt/Lodz aus in das Vernichtungslager Kulmhof/Chelmno deportiert und dort direkt nach der Ankunft in Gaswagen vergast.
Melanie wurde 18 Jahre alt.
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