- Location
- Hektorstr. 9
- District
- Halensee
- Stone was laid
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20 October 2009
- Born
- 03 February 1881 in Lautenburg (Westpreußen) / Lidzbark
- Deportation
- on 15 August 1942 to Riga
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Murdered
- 18 August 1942 im Ghetto Riga
Frieda Löwenstein wurde als Frieda Ascher am 3. Februar 1881 in Lautenburg in Westpreußen (Lidzbark, Polen) geboren. Ihre Eltern waren Moritz Ascher und dessen Ehefrau Johanna geborene Michel.
Wann und wo Frieda ihren späteren Ehemann, den aus Lessen im Kreis Graudenz (Łasin, Polen) in Westpreußen stammenden Kaufmann Julius Löwenstein (*21. April 1866), kennenlernte ist nicht bekannt. Julius war das jüngste der insgesamt sechs Kinder von Lewin Moses Löwenstein (1819-1902) und Jette Henriette Friedericke Löwenstein geborene Götz (1820-1910). Die 22-jährige Frieda und der 37-jährige Julius heirateten am 6. September 1903 in Neidenburg in Ostpreußen (Nidzica, Polen). Ihre Ehe blieb kinderlos.
Vermutlich ging das Paar nach dem Ersten Weltkrieg, an dem Julius aktiv teilgenommen hatte, in die Reichshauptstadt Berlin, wo auch Julius’ älterer Bruder Samuel (*1. Juli 1852) schon vor 1905 mit seiner aus Tilsit stammenden Ehefrau Goldinka geborener Cohn (1861-1950) und seinen Kindern Ella (1884-1964), Arthur (1886-1945), Meta (*1885) und Lilli (*1894), die alle in Lessen geboren wurden, lebten.
Friedas Schwager Samuel Löwenstein starb mit 74 Jahren am 21. Dezember 1926. Sein Schwiegersohn, der Musikdirigent Max Wachsmann (*11. Oktober 1881), Ehemann seiner Tochter Lilli, meldete seinen Tod beim Standesamt. Seit Ende der 1920er- Jahre wohnten Frieda und Julius in der Hektorstraße 9/10 in Berlin-Halensee. Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ im Mai 1939 wohnten ihre Nichte Lilli, deren Ehemann Max und ihre Kinder Gerhard Julius (*31. Oktober 1921) und Eva (*17. April 1931) ganz in ihrer Nähe in der Johann-Georg-Straße 16 in Berlin-Halensee.
Ein halbes Jahr nach der „Minderheiten-Volkszählung“ am 3. November 1939 starb Julius mit 73 Jahren an einer Schrumpfniere und einer Harnvergiftung (Urämie) in seiner Wohnung. Frieda wurde mit 58 Jahren Witwe und blieb allein zurück. Vermutlich wurde ihr 1940 eine Untermieterin zugewiesen. Da auch ihre Nichte Lilli Zwangsarbeit leisten musste, hat sie vielleicht auf deren 9-jährige Tochter Eva aufgepasst. Dem älteren Sohn Gerhard gelang noch rechtzeitig die Flucht nach Australien.
Anfang August 1942 bekam Frieda den Deportationsbefehl in den Osten. Die Gestapo deportierte sie mit dem 18. Osttransport am 15. August 1942 nach Riga in Lettland, wo sie kurz nach der Ankunft am 18. August 1942 ermordet wurde. Frieda Löwenstein geborene Ascher starb mit 61 Jahren.
Im Rahmen der „Fabrikaktion“ wurden ihre Nichte Lilli und deren Ehemann Max am 27. Februar 1943 von der Gestapo am Arbeitsplatz festgesetzt und Anfang März 1943 zusammen mit ihrer 11-jährigen Tochter Eva nach Auschwitz deportiert. Sie kehrten nicht zurück. Vermutlich wurden sie in einer Gaskammer ermordet.
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