- Location
- Innsbrucker Straße 19
- District
- Schöneberg
- Stone was laid
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21 May 2022
- Born
- 15 September 1879 in Berlin
- Deportation
- on 13 January 1942 from Innsbrucker Straße 19, Berlin-Schöneberg to Riga
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Murdered
- in Riga
Elsa wurde am 15. September 1879 in der Prinzenallee 77 in Berlin-Gesundbrunnen geboren. Sie war das dritte von acht Kindern von Schmelka Leyser (1844-1921) und Alma Leyser, geb. Wisch (1852-1936).
Über ihre Kindheit und Schulzeit ist leider nichts bekannt. Im Jahr 1906 heiratete Elsa den jüdischen Kleinunternehmer Victor Rosenfeld. Drei Jahre später wurde Elsas und Victors einziges Kind, Heinz Leo Rosenfeld, in Berlin geboren.
Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre lebten Elsa und Victor in der Kufsteiner Straße 2 in Berlin-Schöneberg. Victor hatte ein Bekleidungsgeschäft namens „Sussmann & Rosenfeld“. Ihr Sohn Heinz Leo ging bereits im Jahr 1928 nach Paris und arbeitete dort als Handelsvertreter. Er hat Deutschland nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten nicht mehr betreten und sah seine Eltern im Jahr 1932 das letzte Mal.
Nach Januar 1933 musste Victor sein Bekleidungsgeschäft wegen der antisemitischen Politik aufgeben. Das Ehepaar Rosenfeld geriet dadurch in eine wirtschaftliche Notlage und auch die Ehe scheiterte.
Elsa konnte die Wohnung in der Kufsteiner Str. nicht mehr halten und verkaufte einen Großteil des Mobiliars. Sie zog in eine kleinere Wohnung in der Schöneberger Winterfeldstr., wo sie sich durch die Vermietung eines Zimmers über Wasser hielt. Nachdem es Jüdinnen und Juden verboten wurde zu vermieten, fiel auch diese Einnahmequelle weg. Elsa musste ihre letzten Möbel und Wertgegenstände verkaufen und zog im Jahr 1940 zu ihrer älteren Schwester Therese Wedel in eine kleine Einzimmerwohnung in der Innsbrucker Straße 19.
Am 20. Dezember 1941 mussten Elsa und ihre Schwester die berüchtigte Vermögenserklärung abgeben, die jeder Deportation vorausging. Elsa war zu der Zeit bereits mittellos und besaß bis auf ein einziges Paar Schuhe, lediglich etwas Damenwäsche, etwas Bettzeug und ein paar Teller.
Victor Rosenfeld heiratete im Jahr 1942 erneut. Er lebte mit seiner zweiten Ehefrau und deren Sohn in Charlottenburg. Sein Stiefsohn musste in den Berliner Siemenswerken Zwangsarbeit leisten. Alle drei wurden im Januar 1943 von Berlin nach Auschwitz deportiert. Victor und seine Frau wurden höchstwahrscheinlich direkt nach der Ankunft ermordet. Sein Stiefsohn überlebte noch bis Ende Februar 1943, bis auch er ermordet wurde.
Elsas Sohn Heinz Leo Rosenfeld blieb sein ganzes Leben lang in Frankreich. Dort heiratete er im Jahr 1962 und nahm im Jahr 1977 die französische Staatsbürgerschaft an. Er verstarb 1999. Ob er Kinder hatte, ist bis heute leider unbekannt.
Die Wohnung in der Innsbrucker Str. 19 gehörte ursprünglich der jüngsten Schwester Elsas, Erna Schwarz, welche im Jahr 1939 emigrierte und ihrer Tochter Gerda Schwarz nach Südafrika folgte. Die Wohnung wurde im März 1942 bereits neu vermietet. Das Haus war bei Kriegsende stark zerstört und wurde in den 1950er Jahren abgetragen.
Elsas Bruder, Erich Leyser, wurde 1941 zusammen mit seiner Ehefrau und der 17-jährigen Tochter von Hamburg in das Getto Minsk deportiert. Alle drei kehrten aus der Deportation nicht mehr zurück.
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