Hermann Neumann

Location 
Karl-Marx-Straße 169
Historical name
Bergstr. 134
District
Neukölln
Stone was laid
2010
Born
1897
Occupation
Kaufmann
Deportation
on 28 June 1943 nach Auschwitz
Murdered
in Auschwitz
  • Stolperstein für Hermann Neumann.
    Stolperstein für Hermann Neumann. Foto: OTFW.

    Stolperstein für Hermann Neumann. Foto: OTFW.

Der Kaufmann Hermann Hirsch Neumann wurde am 5. Dezember 1897 im damals westpreußischen Culmsee/Chełmża geboren. Am 10. Juni 1937 heiratete er die am 7. Februar 1907 in Wien geborene Schneider- und Modistenmeisterin Viktoria Neumann, geb. Sabatier, im Rathaus Neukölln. Ihre gemeinsame Tochter Edith kam am 23. Februar 1938 zur Welt. Die Familie lebte in einer 2-Zimmerwohnung im Gartenhaus der damaligen Bergstraße 134, der heutigen Karl-Marx-Str. 169. Hermann Neumann war bis etwa 1938 Einkäufer und Abteilungsleiter des Seiden- und Wollstofflagers des Kaufhauses Paul Held Nachf. Später gründete das Ehepaar Neumann eine Firma für Wäscheversand. Spätestens ab Mai 1943 war Hermann Neumann als Zwangsarbeiter im Reichsbahnbautrupp verpflichtet worden. Im gleichen Monat zog die Familie zur Untermiete nach Berlin-Friedrichshain in die Proskauer Strasse 20. Am 24. Juni 1943 wurden Hermann Neumann, seine Frau Viktoria und die fünfjährige Edith in das Sammellager in der Großen Hamburger Straße gebracht. Vier Tage später wurden sie mit insgesamt 310 Personen ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ein letzter Kartengruß Viktoria Neumanns erreichte ihre Angehörigen aus Pless/Pszczyna, dem letzten Bahnhof vor Auschwitz.

Der Kaufmann Hermann Hirsch Neumann wurde am 5. Dezember 1897 im damals westpreußischen Culmsee/Chełmża geboren. Am 10. Juni 1937 heiratete er die am 7. Februar 1907 in Wien geborene Schneider- und Modistenmeisterin Viktoria Neumann, geb. Sabatier, im Rathaus Neukölln. Ihre gemeinsame Tochter Edith kam am 23. Februar 1938 zur Welt. Die Familie lebte in einer 2-Zimmerwohnung im Gartenhaus der damaligen Bergstraße 134, der heutigen Karl-Marx-Str. 169. Hermann Neumann war bis etwa 1938 Einkäufer und Abteilungsleiter des Seiden- und Wollstofflagers des Kaufhauses Paul Held Nachf. Später gründete das Ehepaar Neumann eine Firma für Wäscheversand. Spätestens ab Mai 1943 war Hermann Neumann als Zwangsarbeiter im Reichsbahnbautrupp verpflichtet worden. Im gleichen Monat zog die Familie zur Untermiete nach Berlin-Friedrichshain in die Proskauer Strasse 20. Am 24. Juni 1943 wurden Hermann Neumann, seine Frau Viktoria und die fünfjährige Edith in das Sammellager in der Großen Hamburger Straße gebracht. Vier Tage später wurden sie mit insgesamt 310 Personen ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ein letzter Kartengruß Viktoria Neumanns erreichte ihre Angehörigen aus Pless/Pszczyna, dem letzten Bahnhof vor Auschwitz.