Edith Robinski

Location 
Lichtenberger Straße 34
Historical name
Wallnertheater Straße 45
District
Mitte
Stone was laid
2001
Born
26 January 1915
Deportation
on 04 August 1943 nach Auschwitz
Murdered
in Auschwitz
  • Fotografie von Edith, Cecilie und Hildegard Robinski. Fotorechte: Familienbesitz.
    Fotografie von Edith, Cecilie und Hildegard Robinski. Fotorechte: Familienbesitz.

    Fotografie von Edith, Cecilie und Hildegard Robinski. Fotorechte: Familienbesitz.

  • Stolpersteine für David, Cecilie, Edith und Hildegard Robinsli.
    Stolpersteine für David, Cecilie, Edith und Hildegard Robinsli. Fotorechte: Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin.

    Stolpersteine für David, Cecilie, Edith und Hildegard Robinsli. Fotorechte: Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin.

  • Stolpersteine für David, Cecilie, Edith und Hildegard Robinski.
    Stolpersteine für David, Cecilie, Edith und Hildegard Robinski.

    Stolpersteine für David, Cecilie, Edith und Hildegard Robinski.

  • Stolpersteine für David, Cecilie, Edith und Hildegard Robinski.
    Stolpersteine für David, Cecilie, Edith und Hildegard Robinski.

    Stolpersteine für David, Cecilie, Edith und Hildegard Robinski.

Edith Robinski kam am 26. Januar 1915 in Culmsee/Westpreußen (heute: Chełmża/Polen) als älteste Tochter der Eheleute David und Cecilie Robinski zur Welt. Sie hatte eine jüngere Schwester, Hildegard, und einen Bruder, Herbert Leopold.<br />
<br />
Die Familie wohnte offenbar lange in Culmsee in Westpreußen (heute: Chełmża/Polen), wo die beiden Töchter geboren wurden. 1926 ließen sich die Robinskis in Berlin nieder, in der Wallnertheaterstraße, wo sehr viele jüdische Bürger Berlins lebten. Im Haus Nr. 45 (heute: Lichtenberger Str. 34) in Berlin-Mitte bewohnten sie eine 4-Zimmer-Wohnung in der 2. Etage. Vermutlich ist David Robinski bereits ein Jahr vorher nach Berlin gegangen, denn 1925 ist er im Berliner Adressbuch als Kaufmann in der Brückenstr. 6 verzeichnet; wahrscheinlich bereitete er in Berlin den Umzug der Familie vor sowie die Eröffnung eines Geschäftes: von 1926 bis 1933 betrieb David Robinski in der Reichenbergerstr. 28 in Kreuzberg eine Schuhwarenhandlung, in den darauf folgenden Jahren verlegte er den Geschäftssitz in die Wallnertheaterstr. 45, bis er den Handel mit Schuhen ganz aufgeben musste. <br />
<br />
Als einziges Mitglied der Familie überlebte Herbert Leopold Robinski. Er konnte 1936 mit einem der letzten Flüchtlingsschiffe nach Südafrika fliehen, bevor die Südafrikanische Regierung ein Einreiseverbot für jüdische Emigranten verhängte.<br />
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Die Eltern David und Cecilie Robinski wurden am 19. Oktober 1942 mit dem „21. Osttransport“ nach Riga deportiert und gelten als verschollen. Edith Robinski und ihre Schwester wurden als Zwangsarbeiterinnen verpflichtet: Edith war im Zeiss-Ikon-Werk Zehlendor eingesetzt, Hildegard bei dem Unternehmen Burmann & Co. in der Herzbergstraße in Lichtenberg. Die Schwestern lebten zunächst weiter in der Wohnung der Eltern in der Wallnertheaterstraße. Hildegard Robinski wurde mit dem „29. Osttransport“ am 19. Februar 1942 nach Auschwitz deportiert. Ihre ältere Schwester Edith hielt sich vermutlich noch illegal in Berlin auf; am 4. August 1943 wurde sie mit dem „40. Osttransport“ nach Auschwitz verschleppt.

Edith Robinski kam am 26. Januar 1915 in Culmsee/Westpreußen (heute: Chełmża/Polen) als älteste Tochter der Eheleute David und Cecilie Robinski zur Welt. Sie hatte eine jüngere Schwester, Hildegard, und einen Bruder, Herbert Leopold.

Die Familie wohnte offenbar lange in Culmsee in Westpreußen (heute: Chełmża/Polen), wo die beiden Töchter geboren wurden. 1926 ließen sich die Robinskis in Berlin nieder, in der Wallnertheaterstraße, wo sehr viele jüdische Bürger Berlins lebten. Im Haus Nr. 45 (heute: Lichtenberger Str. 34) in Berlin-Mitte bewohnten sie eine 4-Zimmer-Wohnung in der 2. Etage. Vermutlich ist David Robinski bereits ein Jahr vorher nach Berlin gegangen, denn 1925 ist er im Berliner Adressbuch als Kaufmann in der Brückenstr. 6 verzeichnet; wahrscheinlich bereitete er in Berlin den Umzug der Familie vor sowie die Eröffnung eines Geschäftes: von 1926 bis 1933 betrieb David Robinski in der Reichenbergerstr. 28 in Kreuzberg eine Schuhwarenhandlung, in den darauf folgenden Jahren verlegte er den Geschäftssitz in die Wallnertheaterstr. 45, bis er den Handel mit Schuhen ganz aufgeben musste.

Als einziges Mitglied der Familie überlebte Herbert Leopold Robinski. Er konnte 1936 mit einem der letzten Flüchtlingsschiffe nach Südafrika fliehen, bevor die Südafrikanische Regierung ein Einreiseverbot für jüdische Emigranten verhängte.

Die Eltern David und Cecilie Robinski wurden am 19. Oktober 1942 mit dem „21. Osttransport“ nach Riga deportiert und gelten als verschollen. Edith Robinski und ihre Schwester wurden als Zwangsarbeiterinnen verpflichtet: Edith war im Zeiss-Ikon-Werk Zehlendor eingesetzt, Hildegard bei dem Unternehmen Burmann & Co. in der Herzbergstraße in Lichtenberg. Die Schwestern lebten zunächst weiter in der Wohnung der Eltern in der Wallnertheaterstraße. Hildegard Robinski wurde mit dem „29. Osttransport“ am 19. Februar 1942 nach Auschwitz deportiert. Ihre ältere Schwester Edith hielt sich vermutlich noch illegal in Berlin auf; am 4. August 1943 wurde sie mit dem „40. Osttransport“ nach Auschwitz verschleppt.