Werner Sylten

Location 
Ostendorfstraße 19
Historical name
Lessingstraße 19
District
Köpenick
Stone was laid
2006
Born
1893
Occupation
Evangelischer Theologe
Inhaftiert (t.b.d.)
1941 1941 im Polizeigefängnis Alexanderplatz
Deportation
on 30 May 1941 nach Dachau
Later deported
in 1942 nach Hartheim
Murdered
1942 in der Tötungsanstalt Hartheim
  • Fotografie von Werner Sylten.
    Fotografie von Werner Sylten. Fotorechte: GDW/PB W. Sylten

    Fotografie von Werner Sylten. Fotorechte: GDW/PB W. Sylten

  • Stolperstein für Werner Sylten.
    Stolperstein für Werner Sylten. Fotorechte: Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin.

    Stolperstein für Werner Sylten. Fotorechte: Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin.

Als Sohn eines Chemikers in der Schweiz geboren, sammelt Werner Sylten nach dem Theologiestudium Erfahrungen in der Sozialarbeit und leitet ab 1925 ein Mädchenheim in Thüringen. Er schließt sich der Bekennenden Kirche an. Weil er den Nationalsozialisten als Halbjude gilt, wird Sylten, der den Religiösen Sozialisten nahe steht, das Ziel gehässiger Angriffe. 1936 wird er entlassen. Sylten leitet danach das Thüringer Büro der Bekennenden Kirche, bis dieses 1938 von der Gestapo geschlossen wird und er Thüringen verlassen muss. Heinrich Grüber gewinnt ihn als Mitarbeiter für die „Kirchliche Hilfsstelle für evangelische Nichtarier“ (Büro Pfarrer Grüber) in Berlin. Hier unterstützt Sylten rassisch Verfolgte evangelischen Glaubens seelsorgerisch und bei der Auswanderung. Nach der Verhaftung von Pfarrer Heinrich Grüber übernimmt er die Geschäftsführung der Hilfsstelle, bis er schließlich das Büro auflösen muss. Ende Februar 1941 wird auch Sylten festgenommen und nach dreimonatiger Untersuchungshaft in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Dort schwer erkrankt, wird Werner Sylten im August 1942 in einem Invalidentransport verschleppt und in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim bei Linz ermordet.

Als Sohn eines Chemikers in der Schweiz geboren, sammelt Werner Sylten nach dem Theologiestudium Erfahrungen in der Sozialarbeit und leitet ab 1925 ein Mädchenheim in Thüringen. Er schließt sich der Bekennenden Kirche an. Weil er den Nationalsozialisten als Halbjude gilt, wird Sylten, der den Religiösen Sozialisten nahe steht, das Ziel gehässiger Angriffe. 1936 wird er entlassen. Sylten leitet danach das Thüringer Büro der Bekennenden Kirche, bis dieses 1938 von der Gestapo geschlossen wird und er Thüringen verlassen muss. Heinrich Grüber gewinnt ihn als Mitarbeiter für die „Kirchliche Hilfsstelle für evangelische Nichtarier“ (Büro Pfarrer Grüber) in Berlin. Hier unterstützt Sylten rassisch Verfolgte evangelischen Glaubens seelsorgerisch und bei der Auswanderung. Nach der Verhaftung von Pfarrer Heinrich Grüber übernimmt er die Geschäftsführung der Hilfsstelle, bis er schließlich das Büro auflösen muss. Ende Februar 1941 wird auch Sylten festgenommen und nach dreimonatiger Untersuchungshaft in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Dort schwer erkrankt, wird Werner Sylten im August 1942 in einem Invalidentransport verschleppt und in der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim bei Linz ermordet.