Kurt Abraham

Location 
Platz der Vereinten Nationen 26
Historical name
Landsberger Straße 15
District
Friedrichshain
Stone was laid
2006
Born
1906
Occupation
Bürstenmacher
Deportation
on 18 October 1941 nach Łódź / Litzmannstadt
Later deported
on 08 May 1942 nach Chełmno / Kulmhof
Murdered
1942 in Chełmno / Kulmhof
  • Stolperstein für Kurt Abraham
    Stolperstein für Kurt Abraham © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin

    Stolperstein für Kurt Abraham © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin

Kurt Abraham wurde am 24. Januar 1906 in Breslau (heute Wrocław) geboren. Er war ledig und wohnte 1939 in der Landsberger Straße 15 in Berlin-Friedrichshain, später in der Koppenstraße 9 zur Untermiete. Bis zum 17. Oktober 1941 arbeitete er als Bürsteneinzieher bei Otto Weidt.<br />
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Am 18. Oktober 1941 wurde Kurt Abraham mit dem 1. Osttransport mit etwa 1 000 weiteren Juden aus Berlin ins Ghetto Litzmannstadt deportiert. Dort fand er in der Alexanderhofstraße 9/3 eine Unterkunft. Nach einem halben Jahr in den erbärmlichen Verhältnissen des Ghettos wurde er am 8. Mai 1942 in das Vernichtungslager Chelmno (dt. Kulmhof) verschleppt und noch am selben Tag ermordet. Otto Weidt musste den noch ausstehenden Lohn für Kurt Abraham in Höhe von 7,50 Reichsmark an das Finanzamt Moabit-West überweisen. Dieser Betrag und ein Sparbuchguthaben in Höhe von 1,43 Reichsmark wurden von der Oberfinanzkasse des Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg als „dem Reich verfallen“ erklärt.

Kurt Abraham wurde am 24. Januar 1906 in Breslau (heute Wrocław) geboren. Er war ledig und wohnte 1939 in der Landsberger Straße 15 in Berlin-Friedrichshain, später in der Koppenstraße 9 zur Untermiete. Bis zum 17. Oktober 1941 arbeitete er als Bürsteneinzieher bei Otto Weidt.

Am 18. Oktober 1941 wurde Kurt Abraham mit dem 1. Osttransport mit etwa 1 000 weiteren Juden aus Berlin ins Ghetto Litzmannstadt deportiert. Dort fand er in der Alexanderhofstraße 9/3 eine Unterkunft. Nach einem halben Jahr in den erbärmlichen Verhältnissen des Ghettos wurde er am 8. Mai 1942 in das Vernichtungslager Chelmno (dt. Kulmhof) verschleppt und noch am selben Tag ermordet. Otto Weidt musste den noch ausstehenden Lohn für Kurt Abraham in Höhe von 7,50 Reichsmark an das Finanzamt Moabit-West überweisen. Dieser Betrag und ein Sparbuchguthaben in Höhe von 1,43 Reichsmark wurden von der Oberfinanzkasse des Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg als „dem Reich verfallen“ erklärt.