Dr. Flora Weger née Hirschberg

Location 
Spandauer Damm 62
District
Charlottenburg
Stone was laid
2007
Born
1864
Deportation
on 04 August 1943 nach Theresienstadt
Murdered
1944 im Ghetto Theresienstadt
  • Stolperstein für Flora Weger Foto:  A. Bukschat & C. Flegel
    Stolperstein für Flora Weger Foto: A. Bukschat & C. Flegel

    Stolperstein für Flora Weger Foto: A. Bukschat & C. Flegel

  • Stolperstein für Flora Weger. Foto: Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin
    Stolperstein für Flora Weger. Foto: Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin

    Stolperstein für Flora Weger. Foto: Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin

Flora Rahel Weger, geb. Hirschberg, ist am 18. Oktober 1864 in Königsberg (Ostpreußen) geboren. Sie promovierte zur Dr. phil.<br />
<br />
Seit 1922 war sie verwitwet und wohnte zunächst nach dem Tod ihres Mannes, dessen Vorname nicht bekannt ist, in der Berchtesgadenener Straße 33 im Bayerischen Viertel in Schöneberg. 1928 zog sie ins das Wilhelm-Stift, ein 1867 eingeweihtes Heim, in dem mehr als 160 ältere begüterte Damen ihren Lebensabend verbringen konnten. Im Berliner Adressbuch ließ sie eintragen: <br />
Weger Flora, Stiftsdame, Charlottenbg, Spandauer Straße 19.<br />
<br />
Der Aufenthalt kostete ein Eintrittsgeld, dafür konnten die Stiftsdamen, unter ihnen waren viele adelige und Beamtenwitwen, hier mietfrei wohnen. Noch heute besteht das Wilhelm-Stift als Seniorendomizil.<br />
<br />
Deportiert wurde Flora Weger am 4. August 1943, nachdem sie sich in einer der von der Gestapo eingerichteten Sammelstellen in der Großen Hamburger Straße 26 für den Abtransport registrieren lassen und einen 16seitigen Vordruck, eine „Vermögenserklärung“, ausfüllen musste. Am Anhalter Bahnhof wurde sie in einen an den fahrplanmäßigen Zug Berlin-Prag angehängten Waggon gesperrt, der sie ins Ghetto Theresienstadt in Böhmen brachte. Unter den 70 Menschen waren mehrere Babies, Kinder und Jugendliche sowie einige Schwestern aus dem Jüdischen Krankenhaus und etliche alte Menschen. <br />
<br />
In dem völlig überfüllten Ghetto Theresienstadt herrschten entsetzliche Zustände, denen die meisten der hier Ankommenden nicht gewachsen waren, wenn sie nicht ohnehin nach Auschwitz oder in ein anderes Vernichtungslager weitertransportiert wurden. Flora Weger hielt noch ein halbes Jahr durch. Der Todestag der fast 80 Jahre alten Dame war am 6. Februar 1944.<br />

Flora Rahel Weger, geb. Hirschberg, ist am 18. Oktober 1864 in Königsberg (Ostpreußen) geboren. Sie promovierte zur Dr. phil.

Seit 1922 war sie verwitwet und wohnte zunächst nach dem Tod ihres Mannes, dessen Vorname nicht bekannt ist, in der Berchtesgadenener Straße 33 im Bayerischen Viertel in Schöneberg. 1928 zog sie ins das Wilhelm-Stift, ein 1867 eingeweihtes Heim, in dem mehr als 160 ältere begüterte Damen ihren Lebensabend verbringen konnten. Im Berliner Adressbuch ließ sie eintragen:
Weger Flora, Stiftsdame, Charlottenbg, Spandauer Straße 19.

Der Aufenthalt kostete ein Eintrittsgeld, dafür konnten die Stiftsdamen, unter ihnen waren viele adelige und Beamtenwitwen, hier mietfrei wohnen. Noch heute besteht das Wilhelm-Stift als Seniorendomizil.

Deportiert wurde Flora Weger am 4. August 1943, nachdem sie sich in einer der von der Gestapo eingerichteten Sammelstellen in der Großen Hamburger Straße 26 für den Abtransport registrieren lassen und einen 16seitigen Vordruck, eine „Vermögenserklärung“, ausfüllen musste. Am Anhalter Bahnhof wurde sie in einen an den fahrplanmäßigen Zug Berlin-Prag angehängten Waggon gesperrt, der sie ins Ghetto Theresienstadt in Böhmen brachte. Unter den 70 Menschen waren mehrere Babies, Kinder und Jugendliche sowie einige Schwestern aus dem Jüdischen Krankenhaus und etliche alte Menschen.

In dem völlig überfüllten Ghetto Theresienstadt herrschten entsetzliche Zustände, denen die meisten der hier Ankommenden nicht gewachsen waren, wenn sie nicht ohnehin nach Auschwitz oder in ein anderes Vernichtungslager weitertransportiert wurden. Flora Weger hielt noch ein halbes Jahr durch. Der Todestag der fast 80 Jahre alten Dame war am 6. Februar 1944.