Salomea Höxter née Perla

Location 
Tucholskystraße 11
Historical name
Artilleriestraße 13
District
Mitte
Stone was laid
2002
Born
05 April 1888
Deportation
on 13 June 1942 nach Sobibór
Murdered
in Sobibór
  • Stolperstein Salomea Höxter © OTFW
    Stolperstein Salomea Höxter © OTFW

    Stolperstein Salomea Höxter © OTFW

Salomea Höxter, geb. Perla, wurde am 5. April 1888 in Warschau geboren. Sie war mit dem Rabbiner der Vereinssynagoge Beth Zion, Dr. Levi Höxter, verheiratet. Die Familie hatte vier Kinder und wohnte zunächst in der Gipsstr. 23 a in Berlin-Mitte. Ihr Mann, der 35 Jahre lang als Rabbiner der Gemeinde Beth Zion amtierte hatte, starb 1925; er wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee beerdigt. <br />
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1932 zog Salomea Höxter mit dreien ihrer Kinder in eine 2 ½-Zimmerwohnung in der Artilleriestr. 13, Ecke Johannisstr., in Berlin-Mitte, heute Tucholskystr. 1. Sie arbeitete als Pflegerin in der Nachbarschaftshilfe und erhielt von Rabbiner Wittner eine Pension aus Mitteln der Kultusvereinigung. <br />
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Salomea Höxter vermietete später ein Zimmer in ihrer Wohnung an zwei Frauen – Betty Bligo und Rosa Rosenbaum. Am 13. Juni 1942 wurde sie ins Vernichtungslager Sobibor verschleppt und dann in Majdanek getötet. Nach ihrer Deportation wurde ihre Wohnungseinrichtung am 13. August 1942 über den Oberfinanzpräsidenten von Berlin-Brandenburg zugunsten des Deutschen Reiches verwertet.<br />
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Ihr Sohn Nathan Höxter konnte nach Palästina emigrieren. Es gelang ihm, auch seine Schwester und seine zwei Brüder nach Palästina zu holen.

Salomea Höxter, geb. Perla, wurde am 5. April 1888 in Warschau geboren. Sie war mit dem Rabbiner der Vereinssynagoge Beth Zion, Dr. Levi Höxter, verheiratet. Die Familie hatte vier Kinder und wohnte zunächst in der Gipsstr. 23 a in Berlin-Mitte. Ihr Mann, der 35 Jahre lang als Rabbiner der Gemeinde Beth Zion amtierte hatte, starb 1925; er wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee beerdigt.

1932 zog Salomea Höxter mit dreien ihrer Kinder in eine 2 ½-Zimmerwohnung in der Artilleriestr. 13, Ecke Johannisstr., in Berlin-Mitte, heute Tucholskystr. 1. Sie arbeitete als Pflegerin in der Nachbarschaftshilfe und erhielt von Rabbiner Wittner eine Pension aus Mitteln der Kultusvereinigung.

Salomea Höxter vermietete später ein Zimmer in ihrer Wohnung an zwei Frauen – Betty Bligo und Rosa Rosenbaum. Am 13. Juni 1942 wurde sie ins Vernichtungslager Sobibor verschleppt und dann in Majdanek getötet. Nach ihrer Deportation wurde ihre Wohnungseinrichtung am 13. August 1942 über den Oberfinanzpräsidenten von Berlin-Brandenburg zugunsten des Deutschen Reiches verwertet.

Ihr Sohn Nathan Höxter konnte nach Palästina emigrieren. Es gelang ihm, auch seine Schwester und seine zwei Brüder nach Palästina zu holen.