Dr. Gerhard Köpke

Location 
Wilhelmstr. 92
District
Mitte
Stone was laid
2021
Born
1873
Occupation
Jurist
Survived
  • Stolperstein für Gerhard Köpke © OTFW
    Stolperstein für Gerhard Köpke © OTFW

    Stolperstein für Gerhard Köpke © OTFW

  • Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts

    Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts

Gerhard Köpke wurde am 1. August 1873 im heutigen Kostrzyn nad Odrą, damals Küstrin, geboren. Seine Eltern waren der preußische Ministerialbeamte Dr. jur. Reinhold Köpke und Else Köpke, geb. Mayet. Er besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf und legte dort im Februar 1893 das Abitur ab. Anschließend studierte er bis 1896 in Marburg und Berlin Jura. Im Oktober 1899 wurde er an der Universität Greifswald magna cum laude zum Dr. jur. promoviert. Dazwischen leistete er als einjährig verpflichteter Freiwilliger Wehrdienst und wurde zum Leutnant befördert. <br />
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Am 16. Januar 1903 trat er in den Auswärtigen Dienst ein. Für das Auswärtige Amt arbeitete er vor dem Ersten Weltkrieg u. a. am Generalkonsulat in London. Von Oktober 1914 bis Januar 1917 leistete er Kriegsdienst. Anschließend setzte das Auswärtige Amt ihn u. a. als Leiter der Abteilung Recht und Frieden, als Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung West- und Südeuropa ein, bevor er am 12. Februar 1936, im Jahr nach seiner Hochzeit mit Emmy, geb. Klei, von den Nationalsozialisten zwangsweise in den einstweiligen, am 1. August 1938 dann in den endgültigen Ruhestand versetzt wurde. Hintergrund war, dass er jüdische Vorfahren hatte. Nach der Zwangsentlassung arbeitete Dr. Gerhard Köpke zunächst für die Firma Otto Wolff, später in einer Anwaltskanzlei. Er starb am 19. Juni 1953 in Berlin.

Gerhard Köpke wurde am 1. August 1873 im heutigen Kostrzyn nad Odrą, damals Küstrin, geboren. Seine Eltern waren der preußische Ministerialbeamte Dr. jur. Reinhold Köpke und Else Köpke, geb. Mayet. Er besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf und legte dort im Februar 1893 das Abitur ab. Anschließend studierte er bis 1896 in Marburg und Berlin Jura. Im Oktober 1899 wurde er an der Universität Greifswald magna cum laude zum Dr. jur. promoviert. Dazwischen leistete er als einjährig verpflichteter Freiwilliger Wehrdienst und wurde zum Leutnant befördert.

Am 16. Januar 1903 trat er in den Auswärtigen Dienst ein. Für das Auswärtige Amt arbeitete er vor dem Ersten Weltkrieg u. a. am Generalkonsulat in London. Von Oktober 1914 bis Januar 1917 leistete er Kriegsdienst. Anschließend setzte das Auswärtige Amt ihn u. a. als Leiter der Abteilung Recht und Frieden, als Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung West- und Südeuropa ein, bevor er am 12. Februar 1936, im Jahr nach seiner Hochzeit mit Emmy, geb. Klei, von den Nationalsozialisten zwangsweise in den einstweiligen, am 1. August 1938 dann in den endgültigen Ruhestand versetzt wurde. Hintergrund war, dass er jüdische Vorfahren hatte. Nach der Zwangsentlassung arbeitete Dr. Gerhard Köpke zunächst für die Firma Otto Wolff, später in einer Anwaltskanzlei. Er starb am 19. Juni 1953 in Berlin.