Rudolf von Scheliha

Location 
Wilhelmstr. 92
District
Mitte
Stone was laid
2021
Born
1897
Occupation
Jurist
Verhaftet
1942 in Berlin
Excecuted
1942 in Berlin-Plötzensee
  • Stolperstein für Rudolf von Scheliha © OTFW
    Stolperstein für Rudolf von Scheliha © OTFW

    Stolperstein für Rudolf von Scheliha © OTFW

  • Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts
    Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts

    Quelle: Politisches Archiv des Auswärtigen Amts

Rudolf von Scheliha wurde am 31. Mai 1897 in Zessel/Schlesien (heute Cieśle in Polen) geboren. Nach seinem Abitur im Februar 1915 leistete er bis 1918 Kriegsdienst und studierte dann Jura. Am 30. Juni 1922 wurde er in den Auswärtigen Dienst einberufen und legte am 15. Dezember 1924 die diplomatisch-konsularische Prüfung ab. Nach Verwendungen in den deutschen Auslandsvertretungen in Prag, Konstantinopel (heute Istanbul), Ankara und Kattowitz arbeitete er zwischen 1932 und 1939 in der Gesandtschaft (seit Oktober 1934 Botschaft) Warschau. Bei Kriegsbeginn wurde er in die neu gegründete Informationsabteilung des Auswärtigen Amts in Berlin zurückberufen. Als Gegner des Nationalsozialismus von Anfang an arbeitete er seit Kriegsausbruch aktiv gegen die nationalsozialistische Führung und versuchte Verbrechen zu verhindern. Zudem übermittelte er Informationen über den Holocaust ins Ausland. Im Zusammenhang mit Verhaftungen von Mitgliedern der Widerstandsgruppe Rote Kapelle« wurde von Scheliha im Oktober 1942 festgenommen. Am 14. Dezember 1942 wurde er wegen Landesverrats und Spionage zum Tode verurteilt. Seine Hinrichtung erfolgte am 22. Dezember 1942 in Berlin-Plötzensee.

Rudolf von Scheliha wurde am 31. Mai 1897 in Zessel/Schlesien (heute Cieśle in Polen) geboren. Nach seinem Abitur im Februar 1915 leistete er bis 1918 Kriegsdienst und studierte dann Jura. Am 30. Juni 1922 wurde er in den Auswärtigen Dienst einberufen und legte am 15. Dezember 1924 die diplomatisch-konsularische Prüfung ab. Nach Verwendungen in den deutschen Auslandsvertretungen in Prag, Konstantinopel (heute Istanbul), Ankara und Kattowitz arbeitete er zwischen 1932 und 1939 in der Gesandtschaft (seit Oktober 1934 Botschaft) Warschau. Bei Kriegsbeginn wurde er in die neu gegründete Informationsabteilung des Auswärtigen Amts in Berlin zurückberufen. Als Gegner des Nationalsozialismus von Anfang an arbeitete er seit Kriegsausbruch aktiv gegen die nationalsozialistische Führung und versuchte Verbrechen zu verhindern. Zudem übermittelte er Informationen über den Holocaust ins Ausland. Im Zusammenhang mit Verhaftungen von Mitgliedern der Widerstandsgruppe Rote Kapelle« wurde von Scheliha im Oktober 1942 festgenommen. Am 14. Dezember 1942 wurde er wegen Landesverrats und Spionage zum Tode verurteilt. Seine Hinrichtung erfolgte am 22. Dezember 1942 in Berlin-Plötzensee.