Wilhelm Moll

Location 
Wittelsbacherstr. 34
District
Wilmersdorf
Stone was laid
2008
Born
1900
Escape into death
1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden
  • Fotografie von Wilhelm Moll
    Fotografie von Wilhelm Moll; Fotorechte: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

    Fotografie von Wilhelm Moll; Fotorechte: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

  • Stolperstein für Wilhelm Moll
    Stolperstein für Wilhelm Moll. Bildrechte: OTFW.

    Stolperstein für Wilhelm Moll. Bildrechte: OTFW.

Wilhelm Moll wurde am 1. Oktober 1900 in Schwäbisch-Hall geboren. 1933 ging er mit falschen Papieren in die Schweiz und engagierte sich während der Saarabstimmung bei der Roten Hilfe Deutschland in Saarbrücken. Anschließend zog er nach Berlin und arbeitete seit 1937 als Fräser bei Siemens & Halske.<br />
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Gemeinsam mit seiner Frau Ursula Dehmel-Moll lernte er 1943 Anton Saefkow und Franz Jacob kennen. Seitdem wurde er verantwortlich für Betriebe im Abschnitt Berlin-Süd eingesetzt. Es gelang ihm, für die Saefkow-Jacob-Bästlein-Gruppe neue Mitstreiter zu gewinnen. Er stellte sein Grundstück in Werder/Havel sowie seine Stadtwohnung für illegale Zusammenkünfte zur Verfügung. Am 8. Juli 1944 von der Gestapo verhaftet, entschied er sich, nach vier Wochen Untersuchungshaft, am 11. August 1944 im Zuchthaus Brandenburg/Görden zur Flucht in den Tod.

Wilhelm Moll wurde am 1. Oktober 1900 in Schwäbisch-Hall geboren. 1933 ging er mit falschen Papieren in die Schweiz und engagierte sich während der Saarabstimmung bei der Roten Hilfe Deutschland in Saarbrücken. Anschließend zog er nach Berlin und arbeitete seit 1937 als Fräser bei Siemens & Halske.

Gemeinsam mit seiner Frau Ursula Dehmel-Moll lernte er 1943 Anton Saefkow und Franz Jacob kennen. Seitdem wurde er verantwortlich für Betriebe im Abschnitt Berlin-Süd eingesetzt. Es gelang ihm, für die Saefkow-Jacob-Bästlein-Gruppe neue Mitstreiter zu gewinnen. Er stellte sein Grundstück in Werder/Havel sowie seine Stadtwohnung für illegale Zusammenkünfte zur Verfügung. Am 8. Juli 1944 von der Gestapo verhaftet, entschied er sich, nach vier Wochen Untersuchungshaft, am 11. August 1944 im Zuchthaus Brandenburg/Görden zur Flucht in den Tod.