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Karl Behrens

Fotografie von Karl Behrens. Fotorechte: GDW / Sammlung Rote Kapelle
Stolperstein für Karl Behrens. Foto: Siemens AG, Gasturbinenwerk Berlin.
LOCATION
Huttenstraße 12

DISTRICT
Mitte – Moabit
STONE WAS LAID
April 2003

BORN
11/18/1909
OCCUPATION
Ingenieur
EXCECUTED
05/13/1943 in Berlin-Plötzensee

In Berlin-Kreuzberg aufgewachsen, engagiert sich Karl Behrens bei den Pfadfindern. 1929 schließt er sich der SA und NSDAP an. Aus Anlass der Stennes-Revolte 1931 tritt er jedoch wieder aus. Danach sympathisiert Behrens mit der KPD, aber auch mit der Schwarzen Front. Von 1932 bis 1937 besucht der gelernte Schlosser das Berliner Abendgymnasium. Über seine Englischlehrerin Mildred Harnack kommt Behrens in den von Arvid Harnack geleiteten Schulungszirkel. 1934/35 hat er Gespräche mit Anhängern von Ernst Niekisch. Seit 1938 arbeitet Behrens als Werkzeugkonstrukteur bei der AEG-Turbinenfabrik. Dort hat er lose Verbindungen zu NS-Gegnern. Im März 1938 wird Behrens wegen des Verteilens von Flugblättern angeklagt, aber mangels Beweisen freigesprochen. 1939 inhaftieren ihn die Nationalsozialisten für kurze Zeit wegen eines für seinen jüdischen Schwager gefälschten Taufscheins. Im Februar 1939 heiratet er Clara Sonnenschmidt; aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. Arvid Harnack entscheidet deswegen 1941, Behrens nicht als Funker für eine geplante Verbindung mit der Sowjetunion einzusetzen. Er soll einige Male verschlüsselte Nachrichten von Arvid Harnack an Hans Coppi weitergeleitet haben. Im Mai 1942 wird Behrens eingezogen und am 16. September 1942 an der Ostfront vor Leningrad verhaftet. Am 20. Januar 1943 wird er vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee ermordet.


Biographical Compilation

Gedenkstätte Deutscher Widerstand