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Walter Budeus

Stolperstein für Walter Budeus.
Gestapofoto(?) von Walter Budeus. Fotorechte: GDW.
LOCATION
Am Fölzberg 9

DISTRICT
Reinickendorf – Lübars
STONE WAS LAID
06/07/2013

BORN
10/29/1902 in Zossen
OCCUPATION
Maschinenschlosser
INHAFTIERT
from February 1942 in Sachsenhausen
INHAFTIERT
up to August 1944 in Zuchthaus Brandenburg-Görden
EXCECUTED
08/21/1944 in Zuchthaus Brandenburg (Havel)

Walter Budeus wurde am 29. Oktober 1902 in Zossen geboren. Er erlernte den Beruf des Maschinenschlossers. Im Jahr 1931 trat er der KPD bei und beteiligte sich nach 1933 am Kampf gegen das NS-Regime. Nach langjähriger Arbeitslosigkeit wurde er 1936 von den Deutschen Waffen- und Munitionswerken in Borsigwalde als Maschinenschlosser eingestellt.

Dort baute er eine illegale Betriebsgruppe auf, der weit über 50 Menschen angehört haben sollen. Ende der 1930er Jahre kam er in Kontakt mit Robert Uhrig und seiner Widerstandsgruppe. Beide arbeiteten künftig eng zusammen. Sie sahen ihre Aufgabe darin, Informationen über die Rüstungsproduktion und die politische Stimmung in der Bevölkerung zu sammeln, Flugblätter zu verbreiten und Verbindungen zu anderen kommunistischen Widerstandsgruppen herzustellen. Budeus ging umsichtig und klug bei der Sammlung kritisch eingestellter Arbeiter und deren Familien vor. Sein Sohn Horst erinnert sich, dass Treffen der Gruppe als Familienausflüge getarnt wurden, bei denen man sich wechselseitig an den Wochenenden besuchte und die Kinder mitnahm. Während die Kinder spielten, berieten sich die Erwachsenen und stellten illegale Druckschriften mit einem sorgfältig versteckten Vervielfältigungsapparat her.

Budeus und viele andere Mitglieder seiner Gruppe wurden am 4. Februar 1942 verhaftet. Spitzeln der Gestapo war es gelungen, die Widerstandsgruppe um Robert Uhrig zu sprengen. Zweieinhalb Jahre verbrachte Budeus nach seiner Verhaftung im KZ Sachsenhausen und im Zuchthaus Brandenburg. Seine Frau Klara, geborene Eschert, ließ sich mit seinem Einvernehmen noch vor dem Prozess zum Schutz ihrer fünf Kinder scheiden. Am 7. Juni 1944 wurde er in einem großen Prozess vor dem Volksgerichtshof mit 13 Mitangeklagten zum Tode verurteilt und am 21. August 1944 in Brandenburg-Görden hingerichtet.

Seine letzte Adresse war: Lübars, Kolonie am Karpfenteich 24 (Wald), heute Am Fölzberg 9.


Biographical Compilation

AG Stolpersteine Reinickendorf