Ruth Elfriede Fischer

Location 
Andreasberger Str. 9
District
Britz
Stone was laid
2022
Born
1895
Occupation
Politikerin
Escape
1933 Frankreich, USA
Survived
  • Ruth Fischer 1924 © Sammlung George Grantham Bain der Library of Congress
    Ruth Fischer 1924 © Sammlung George Grantham Bain der Library of Congress

    Ruth Fischer 1924 © Sammlung George Grantham Bain der Library of Congress

  • Stolperstein von Ruth Fischer ©Museum Neukölln/Foto: Dominik Laupichler
    Stolperstein von Ruth Fischer ©Museum Neukölln/Foto: Dominik Laupichler

    Stolperstein von Ruth Fischer ©Museum Neukölln/Foto: Dominik Laupichler

Ruth Fischer (1895–1961) wurde in Leipzig als Elfriede Eisler geboren. Zusammen mit ihren Brüdern Gerhart und Hanns wuchs sie in Wien auf. An der Wiener Universität studierte sie unter anderem Philosophie und Nationalökonomie. 1915 heiratete sie den Journalisten Paul Friedländer und brachte zwei Jahre später ihr einziges Kind Friedrich Gerhart Friedländer zur Welt. 1918 gehörte sie zu den Gründerinnen und Gründern der Kommunistischen Partei Österreichs und zog im folgenden Jahr nach Berlin. Hier wurde sie schnell zu einer führenden Figur der Kommunistischen Partei Deutschlands – mit nur 28 Jahren wurde sie zur de facto Parteivorsitzenden gewählt. 1926 wurde sie abgesetzt und aus der Partei ausgeschlossen. Danach lebte sie unter anderem in der Andreasberger Straße 9 in Britz, während sie Sozialarbeiterin im Prenzlauer Berg war. Am 9. März 1933 flüchtete sie mit ihrem Lebensgefährten Arkadi Maslow aus Berlin und verbrachte die nächsten Jahre in Paris. 1941 kam sie nach New York. Sie starb 1961 in Paris.

Ruth Fischer (1895–1961) wurde in Leipzig als Elfriede Eisler geboren. Zusammen mit ihren Brüdern Gerhart und Hanns wuchs sie in Wien auf. An der Wiener Universität studierte sie unter anderem Philosophie und Nationalökonomie. 1915 heiratete sie den Journalisten Paul Friedländer und brachte zwei Jahre später ihr einziges Kind Friedrich Gerhart Friedländer zur Welt. 1918 gehörte sie zu den Gründerinnen und Gründern der Kommunistischen Partei Österreichs und zog im folgenden Jahr nach Berlin. Hier wurde sie schnell zu einer führenden Figur der Kommunistischen Partei Deutschlands – mit nur 28 Jahren wurde sie zur de facto Parteivorsitzenden gewählt. 1926 wurde sie abgesetzt und aus der Partei ausgeschlossen. Danach lebte sie unter anderem in der Andreasberger Straße 9 in Britz, während sie Sozialarbeiterin im Prenzlauer Berg war. Am 9. März 1933 flüchtete sie mit ihrem Lebensgefährten Arkadi Maslow aus Berlin und verbrachte die nächsten Jahre in Paris. 1941 kam sie nach New York. Sie starb 1961 in Paris.