Richard Aßmann

Location 
Aßmannstraße 46
Historical name
Rahnsdorfer Straße
District
Friedrichshagen
Stone was laid
2013
Born
1875
Occupation
Angestellter, Betriebsrat der AOK
Murdered
1933 in Berlin
  • Aßmann, Richard Porträtfoto

    Richard Aßmann. Fotorechte: GDW

  • Aßmann, Richard  Stolperstein

    Stolperstein für Richard Aßmann. Fotorechte: Gabriele Schmitz

Über den Werdegang des Sozialdemokraten Richard Aßmann ist wenig bekannt. Angestellt bei einer Allgemeinen Ortskrankenkasse, vertrat er hier als Vorsitzender des Betriebsrates die Interessen der Belegschaft. In Berlin-Köpenick war er Kreisleiter der Organisation „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, die 1924 zum Schutz der Republik gegen ihre politischen Feinde aus den radikalen rechten und linken Lagern gegründet worden war. Er wohnte im Köpenicker Ortsteil Friedrichshagen direkt am Marktplatz, in der Friedrichstraße 114 (heute Bölschestraße 114 Ecke Aßmannstraße 46).<br />
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Schon seit dem Frühjahr 1933 gingen die Sturmabteilungen (SA) der NSDAP gewaltsam gegen missliebige Personen vor, so auch in Köpenick. In der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 1933 plante die Köpenicker SA eine größere Verhaftungsaktion, bereits in den Vormittagsstunden des 21. Juni kam es in diesem Zusammenhang zu den ersten Verhaftungen. Richard Aßmann wurde von der SA aus der Straßenbahn gezerrt und zusammen mit anderen Festgenommenen in das SA-Lokal „Seidler“ in der Mahlsdorfer Straße gebracht. Dort wurde der 57-Jährige schwer misshandelt. Ob er, wie andere Leidensgenossen, im Laufe der Nacht in das von der Köpenicker SA als Hauptquartier genutzte Amtsgerichtsgefängnis gebracht wurde und hier weitere Misshandlungen ertragen musste, ist nicht überliefert.<br />
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Drei Wochen später wurde die in einem Sack eingeschnürte Leiche von Richard Aßmann im Ortsteil Schmöckwitzwerder aus dem Oder-Spree-Kanal geborgen.<br />
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Über den Werdegang des Sozialdemokraten Richard Aßmann ist wenig bekannt. Angestellt bei einer Allgemeinen Ortskrankenkasse, vertrat er hier als Vorsitzender des Betriebsrates die Interessen der Belegschaft. In Berlin-Köpenick war er Kreisleiter der Organisation „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, die 1924 zum Schutz der Republik gegen ihre politischen Feinde aus den radikalen rechten und linken Lagern gegründet worden war. Er wohnte im Köpenicker Ortsteil Friedrichshagen direkt am Marktplatz, in der Friedrichstraße 114 (heute Bölschestraße 114 Ecke Aßmannstraße 46).

Schon seit dem Frühjahr 1933 gingen die Sturmabteilungen (SA) der NSDAP gewaltsam gegen missliebige Personen vor, so auch in Köpenick. In der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 1933 plante die Köpenicker SA eine größere Verhaftungsaktion, bereits in den Vormittagsstunden des 21. Juni kam es in diesem Zusammenhang zu den ersten Verhaftungen. Richard Aßmann wurde von der SA aus der Straßenbahn gezerrt und zusammen mit anderen Festgenommenen in das SA-Lokal „Seidler“ in der Mahlsdorfer Straße gebracht. Dort wurde der 57-Jährige schwer misshandelt. Ob er, wie andere Leidensgenossen, im Laufe der Nacht in das von der Köpenicker SA als Hauptquartier genutzte Amtsgerichtsgefängnis gebracht wurde und hier weitere Misshandlungen ertragen musste, ist nicht überliefert.

Drei Wochen später wurde die in einem Sack eingeschnürte Leiche von Richard Aßmann im Ortsteil Schmöckwitzwerder aus dem Oder-Spree-Kanal geborgen.