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Arthur Goldberg-Weltmann

Stolpersteine für Arthur Goldberg-Weltmann und Anna Weltmann. Copyright: MTS
LOCATION
Gleditschstr. 50

DISTRICT
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
STONE WAS LAID
05/06/2013

BORN
08/15/1932 in Berlin
DEPORTATION
on the 18th of October 1941 to Łódź / Litzmannstadt
LATER DEPORTED
on the 8th of May 1942 to Chełmno / Kulmhof
MURDERED
in Chełmno / Kulmhof

Arthur Goldberg-Weltmann kam in Berlin am 15. August 1932 als Sohn des Schneiders Karl (Kardel) Weltmann und der Schneiderin Anna Weltmann, geborene Goldberg, auf die Welt. Seine Eltern waren – wie so viele jüdische Berliner– aus Osteuropa (Galizien und Rumänien) nach Berlin gekommen. Nach der Trennung seiner Eltern Ende der 1930er Jahre führte der Junge den Doppelnamen Goldberg-Weltmann oder Goldberg, genannt Weltmann. Es könnte also sein, dass er vorehelich geboren war.

Der Vater Karl Weltmann ging 1938/1939 nach Belgien und lebte dort in Antwerpen. Nach der Besetzung des Landes durch die deutsche Wehrmacht wurde er festgenommen und als Zwangsarbeiter in Nordfrankreich beim Bau des Atlantikwalls eingesetzt. 1942 wurde er über das belgische Lager Mechelen (Malines) in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Welche Schule Arthur Goldberg-Weltmann besucht hat, ist unklar. Es scheint, dass er zu Ostern 1939 für die 1. Klasse der Schule von Adass Jisroel, Siegmundshof 11 im Hansaviertel, angemeldet wurde. Die Schule ist aber bereits im März 1939 geschlossen worden. So wird er bis 1941 Schüler einer der verbliebenen jüdischen Schulen in Berlin gewesen sein. Laut Schulmeldekarte verließ Arthur Goldberg-Weltmann die Schule im November 1941. Er war aber bereits am 18. Oktober 1941 gemeinsam mit seiner Mutter Anna Weltmann in das Ghetto von Łódź (seit 1940 Litzmannstadt) deportiert worden. Nach einigen Monaten im Ghetto wurde er mit seiner Mutter am 8. Mai 1942 in das Vernichtungslager Chelmno transportiert und dort ermordet.


Biographical Compilation

Dr. Dietlinde Peters auf der Grundlage der Recherchen der Patin, der Vorarbeiten von Hannelore Emmerich und eigener Recherchen