Sally Bruck

Location 
Karlsruher Str. 23
District
Halensee
Stone was laid
2013
Born
1878
Occupation
Kaufmann / Vertreter
Deportation
on 29 November 1942 nach Auschwitz
Murdered
in Auschwitz
  • Stolperstein für Sally Bruck © Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf, April 2013
    Stolperstein für Sally Bruck © Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf, April 2013

    Stolperstein für Sally Bruck © Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf, April 2013

Sally Bruck, geboren am 26. März 1878 in Berlin, und Henny Bruck, geboren am 1. April 1892 in Hamburg als Henny Goldes, wohnten seit 1932/33 in der Karlsruher Straße 23. Sally Bruck war wechselweise als „Kaufmann“, „Vertreter“ oder als „Handelsvertreter“ im Adressbuch eingetragen. Sein Sohn Gerhard Bruck kam am 26. November 1919 in Berlin zur Welt. <br />
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Alle drei sind am 29. November 1942, nachdem sie im Sammellager Große Hamburger Straße 26 registriert worden waren, in einem mit 980 Menschen voll besetzten Zug der Reichsbahn vom Bahnhof Grunewald nach Auschwitz deportiert worden, wo sie ermordet wurden. <br />
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„Familie B. hat die Wohnung verlassen“, schrieb der Hausverwalter, Oberregierungsrat Erich Struck, an das Oberfinanzpräsidium Berlin-Brandenburg in einer Ausdrucksweise, als ob er den Grund nicht kenne: Die Wohnung sei „von der Polizei beschlagnahmt“ worden und solle dem Hauptplanungsamt übergeben werden. Im Namen der Hauseigentümerin Agnes Fürstenau, die in Dahlem wohnte, verlangte der Verwalter eine Erstattung „der überfälligen Dezembermiete“ von 107,80 Reichsmark.

Sally Bruck, geboren am 26. März 1878 in Berlin, und Henny Bruck, geboren am 1. April 1892 in Hamburg als Henny Goldes, wohnten seit 1932/33 in der Karlsruher Straße 23. Sally Bruck war wechselweise als „Kaufmann“, „Vertreter“ oder als „Handelsvertreter“ im Adressbuch eingetragen. Sein Sohn Gerhard Bruck kam am 26. November 1919 in Berlin zur Welt.

Alle drei sind am 29. November 1942, nachdem sie im Sammellager Große Hamburger Straße 26 registriert worden waren, in einem mit 980 Menschen voll besetzten Zug der Reichsbahn vom Bahnhof Grunewald nach Auschwitz deportiert worden, wo sie ermordet wurden.

„Familie B. hat die Wohnung verlassen“, schrieb der Hausverwalter, Oberregierungsrat Erich Struck, an das Oberfinanzpräsidium Berlin-Brandenburg in einer Ausdrucksweise, als ob er den Grund nicht kenne: Die Wohnung sei „von der Polizei beschlagnahmt“ worden und solle dem Hauptplanungsamt übergeben werden. Im Namen der Hauseigentümerin Agnes Fürstenau, die in Dahlem wohnte, verlangte der Verwalter eine Erstattung „der überfälligen Dezembermiete“ von 107,80 Reichsmark.