Franziska "Fanny" Thoman

Location 
Koserstraße 21
District
Dahlem
Stone was laid
2006
Born
1881
Deportation
on 26 October 1943 nach Ravensbrück
Murdered
1945 in Ravensbrück
  • Stolperstein für Fanny Thoman.

    Stolperstein für Fanny Thoman. Foto: OTFW.

Franziska "Fanny" Thoman kam am 23. Dezember 1881 in Sobrance im Kaiserreich Österreich-Ungarn (heute Ostslowakei) in einer jüdischen Familie zur Welt. <br />
Sie zog nach Berlin und heiratete 1923 den Weinhändler Ignatz Thoman. Dieser war am 13. Mai 1861 ebenfalls in Sobrance geboren. Ignatz hatte zunächst Selma Kirschner geheiratet, die Kinder Erich und Bertha wurden geboren, Erich starb 1908, die Tochter Bertha heiratete 1913 Dr. Max Kirschner und starb 1914. Selma Thoman starb 1922. <br />
Ignatz Thoman baute ein Haus in Dahlem, Koserstraße 21, die mit ihm verwandte Franziska zog als seine zweite Ehefrau dort ein, sie hatte die tschechische Staatsangehörigkeit. <br />
Bei der Volkszählung 1939 lebte bei ihnen Dr. jur Zoltan Thoman, geborener Goldberger, ein Neffe von Franziska. <br />
Am 10. Oktober 1939 starb Ignatz Thoman. Seine Witwe Franziska musste das Haus für 80.000,-- RM verkaufen, erhielt allerdings nichts von dem Kaufpreis. <br />
Franziska Thoman wurde am 26. Oktober 1943 in das KZ Ravensbrück deportiert und dort am 8. Februar 1945 ermordet. <br />
In das Haus Koserstraße 21 zog der Leiter des SS Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes Oswald Pohl, der bei den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilt und 1951 hingerichtet wurde.

Franziska "Fanny" Thoman kam am 23. Dezember 1881 in Sobrance im Kaiserreich Österreich-Ungarn (heute Ostslowakei) in einer jüdischen Familie zur Welt.
Sie zog nach Berlin und heiratete 1923 den Weinhändler Ignatz Thoman. Dieser war am 13. Mai 1861 ebenfalls in Sobrance geboren. Ignatz hatte zunächst Selma Kirschner geheiratet, die Kinder Erich und Bertha wurden geboren, Erich starb 1908, die Tochter Bertha heiratete 1913 Dr. Max Kirschner und starb 1914. Selma Thoman starb 1922.
Ignatz Thoman baute ein Haus in Dahlem, Koserstraße 21, die mit ihm verwandte Franziska zog als seine zweite Ehefrau dort ein, sie hatte die tschechische Staatsangehörigkeit.
Bei der Volkszählung 1939 lebte bei ihnen Dr. jur Zoltan Thoman, geborener Goldberger, ein Neffe von Franziska.
Am 10. Oktober 1939 starb Ignatz Thoman. Seine Witwe Franziska musste das Haus für 80.000,-- RM verkaufen, erhielt allerdings nichts von dem Kaufpreis.
Franziska Thoman wurde am 26. Oktober 1943 in das KZ Ravensbrück deportiert und dort am 8. Februar 1945 ermordet.
In das Haus Koserstraße 21 zog der Leiter des SS Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes Oswald Pohl, der bei den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilt und 1951 hingerichtet wurde.