Franziska Albu née Rosenberg

Location 
Kühlebornweg 16
District
Steglitz
Stone was laid
14 November 2015
Born
24 May 1862 in Danzig / Gdańsk
Deportation
on 09 July 1942 nach Theresienstadt
Murdered
26 July 1942 in Theresienstadt
  • Franziska Albu © OTFW
    Franziska Albu © OTFW

    Franziska Albu © OTFW

Franziska Albu, geb. Rosenberg, wurde am 24. Mai 1862 in Danzig geboren. Sie war wie ihre Schwester Emma Freystadt Deutsche mit jüdischen Eltern und Großeltern, im damaligen Sprachgebrauch also Volljüdin. Wann sie nach Berlin kam, ist unbekannt. Seit dem Tod ihres Ehemannes Moritz Albu 1933 war sie anscheinend alleinstehend. Sie wohnte wahrscheinlich wie ihre Schwester Emma Freystadt über Jahre in Berlin-Steglitz im Kühlebornweg 16. Das friedliche Dasein hatte ein Ende, als die beiden Frauen am 10. April 1942 auf Veranlassung des Generalbauinspektors ihre Wohnung räumen mussten. Sie zogen nach Charlottenburg in die Marburger Straße 12, wo ihnen Ludwig „Israel“ Pelz von seiner 3-Zimmer-Wohnung mit WC, Warmwasser und Balkon ein Zimmer für RM 23 untervermietete. Lage: 1. Seitenflügel links, III. Treppe. <br />
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Im Juni 1942 hieß es, eine Vermögenserklärung abzugeben. Die von Franziska Albu selbsterstellte Aufstellung des Inventars umfasste überwiegend Schlafzimmer-Möbel, ein Federbett, eine Speisezimmer-Anrichte, Besteck, Essgeschirr, Tischwäsche sowie einen Rock, eine Bluse und Schuhe. Den Schätzwert von immerhin RM 155 legte am 3. August 1942 in diesem Fall der Obergerichtsvollzieher Schüler fest, der vom Gesamtwert noch Gebühren von RM 7 einstrich. Alles Zurück-gelassene übernahm eine Einzelwarenhändlerin Ida Fenske. Nach Abzug von 30% überwies sie am 4. September 1942 RM 108,50, also 70%, an die Vermögensverwertungsstelle. Den Wert ihres Besitzes erfuhr Franziska Albu nie.

Franziska Albu, geb. Rosenberg, wurde am 24. Mai 1862 in Danzig geboren. Sie war wie ihre Schwester Emma Freystadt Deutsche mit jüdischen Eltern und Großeltern, im damaligen Sprachgebrauch also Volljüdin. Wann sie nach Berlin kam, ist unbekannt. Seit dem Tod ihres Ehemannes Moritz Albu 1933 war sie anscheinend alleinstehend. Sie wohnte wahrscheinlich wie ihre Schwester Emma Freystadt über Jahre in Berlin-Steglitz im Kühlebornweg 16. Das friedliche Dasein hatte ein Ende, als die beiden Frauen am 10. April 1942 auf Veranlassung des Generalbauinspektors ihre Wohnung räumen mussten. Sie zogen nach Charlottenburg in die Marburger Straße 12, wo ihnen Ludwig „Israel“ Pelz von seiner 3-Zimmer-Wohnung mit WC, Warmwasser und Balkon ein Zimmer für RM 23 untervermietete. Lage: 1. Seitenflügel links, III. Treppe.

Im Juni 1942 hieß es, eine Vermögenserklärung abzugeben. Die von Franziska Albu selbsterstellte Aufstellung des Inventars umfasste überwiegend Schlafzimmer-Möbel, ein Federbett, eine Speisezimmer-Anrichte, Besteck, Essgeschirr, Tischwäsche sowie einen Rock, eine Bluse und Schuhe. Den Schätzwert von immerhin RM 155 legte am 3. August 1942 in diesem Fall der Obergerichtsvollzieher Schüler fest, der vom Gesamtwert noch Gebühren von RM 7 einstrich. Alles Zurück-gelassene übernahm eine Einzelwarenhändlerin Ida Fenske. Nach Abzug von 30% überwies sie am 4. September 1942 RM 108,50, also 70%, an die Vermögensverwertungsstelle. Den Wert ihres Besitzes erfuhr Franziska Albu nie.