Paul Hegenbart

Location 
Legiendamm 4
Historical name
Kösterdamm 4
District
Mitte
Stone was laid
2008
Born
01 September 1884
Occupation
Sattler, Tapezierer
Excecuted
26 February 1945 in Brandenburg-Görden
  • Fotografie von Paul Hegenbart
    Fotografie von Paul Hegenbart © Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

    Fotografie von Paul Hegenbart © Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

  • Stolperstein für Paul Hegenbart.
    Stolperstein für Paul Hegenbart. Foto: OTFW.

    Stolperstein für Paul Hegenbart. Foto: OTFW.

Paul Hegenbart gehörte zum Arbeiterwiderstand und wirkte 1943/44 in der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe in Berlin. Er wurde am 1. September 1884 in Anklam geboren und arbeitete als Tapezierer und Sattler in Berlin- Kreuzberg. Paul gehörte seit 1903 dem Sattler-, Tapezierer- u. Portefeuiller-Verband an. Seit 1905 war er Mitglied in der SPD und trat 1923 der KPD bei. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg und arbeitete nach Kriegsende wieder als Tapezierer. Paul Hegenbart wurde zum Branchenleiter des Sattler und Tapezierer Verbandes gewählt und nahm an Tarif – und Schlichtungskommissions Verhandlungen teil. Ab 1930 war er Redakteur der Zeitung „Roter Lederarbeiter“ und Leiter des Bezirksausschusses der IG Leder der Gewerkschaftsopposition. Nach 1933 war er mehrmals in politischer Haft. 1935/36 arbeitete er als Leiter einer Widerstandsgruppe in Berlin-Lichtenberg. Er wurde im September 1939 wegen Führerbeleidigung verhaftet. <br />
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Seit Frühjahr 1944 gehörte er der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation unter dem Decknamen Paul an. Er beteiligte sich am Aufbau der illegalen Fachgruppe Sattler und Tapezierer, und spendete Geld und Lebensmittel für illegal lebende Antifaschisten. Er diskutierte mit Handwerkern über die Programme und die Ziele der Organisation und verbreitete illegale Flugschriften wie „Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?“. Gemeinsam mit seiner Frau klebte Paul Hegenbart in der Nähe der Jannowitzbrücke antifaschistische Losungen, die sie aus Zeitungsbuchstaben fertigten. Am 17.08.1944 wurde er verhaftet, angeklagt und am 18. Januar 1945 vom nationalsozialistischen Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. der 60-jährige Paul Hegenbart ist am 26. Februar 1945 im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet worden.

Paul Hegenbart gehörte zum Arbeiterwiderstand und wirkte 1943/44 in der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe in Berlin. Er wurde am 1. September 1884 in Anklam geboren und arbeitete als Tapezierer und Sattler in Berlin- Kreuzberg. Paul gehörte seit 1903 dem Sattler-, Tapezierer- u. Portefeuiller-Verband an. Seit 1905 war er Mitglied in der SPD und trat 1923 der KPD bei. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg und arbeitete nach Kriegsende wieder als Tapezierer. Paul Hegenbart wurde zum Branchenleiter des Sattler und Tapezierer Verbandes gewählt und nahm an Tarif – und Schlichtungskommissions Verhandlungen teil. Ab 1930 war er Redakteur der Zeitung „Roter Lederarbeiter“ und Leiter des Bezirksausschusses der IG Leder der Gewerkschaftsopposition. Nach 1933 war er mehrmals in politischer Haft. 1935/36 arbeitete er als Leiter einer Widerstandsgruppe in Berlin-Lichtenberg. Er wurde im September 1939 wegen Führerbeleidigung verhaftet.

Seit Frühjahr 1944 gehörte er der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation unter dem Decknamen Paul an. Er beteiligte sich am Aufbau der illegalen Fachgruppe Sattler und Tapezierer, und spendete Geld und Lebensmittel für illegal lebende Antifaschisten. Er diskutierte mit Handwerkern über die Programme und die Ziele der Organisation und verbreitete illegale Flugschriften wie „Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?“. Gemeinsam mit seiner Frau klebte Paul Hegenbart in der Nähe der Jannowitzbrücke antifaschistische Losungen, die sie aus Zeitungsbuchstaben fertigten. Am 17.08.1944 wurde er verhaftet, angeklagt und am 18. Januar 1945 vom nationalsozialistischen Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. der 60-jährige Paul Hegenbart ist am 26. Februar 1945 im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet worden.