Margarete Schwarz wurde am 30. September 1886 in Limmritz/Oststernburg (heute Limierzyce, Polen) als Tochter des Kaufmanns Joseph Schwarz und dessen Ehefrau Sophie, geborene Ostrodzki geboren.
Margarete Schwarz lernte Max Schwerin nach dessen Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg in Berlin kennen. Sie heirateten am 19. März 1919 in Berlin. In der Heiratsurkunde wurde Margaretes Beruf mit „Buchhalterin“ angegeben.
Ein Jahr später, am 5. Mai 1920, wurde der gemeinsame Sohn Heinz geboren. Er absolvierte später eine kaufmännische Lehre.
Wie die Familie Schwerin die Zeit des Nationalsozialismus erlebte, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass sie den staatlichen antisemitischen Maßnahmen und gesellschaftlichen Repressionen so schutzlos ausgeliefert waren, wie alle Jüdinnen und Juden in Deutschland.
Bevor das Ehepaar Schwerin in die von der Gestapo zum Sammellager umgewandelte Synagoge in der Levetzowstraße gebracht wurde, musste es eine sogenannte Vermögenserklärung abgeben. Das bedeutete, dass die Deportation der Familie kurz bevorstand. In dieser Erklärung wurde penibel aufgelistet: Inventar der Wohnung, persönliche Dinge und Vermögenswerte. Es wurde auch die letzte Arbeitsstelle genannt. Margarete Schwerin arbeitete als Stenotypistin bei der Firma Gebrüder Anker in der Wallstraße in Berlin.
Von der Levetzowstraße wurde das Ehepaar Schwerin am 24. Oktober 1941 mit dem „II. Transport“ in das Ghetto Litzmannstadt/Łódź deportiert. Am 4. Mai 1942 wurden Margarete und Max von dort in das Vernichtungslager Kulmhof/Chełmno gebracht und vermutlich in einem Gaswagen ermordet.
Der Sohn Heinz konnte nach einem ersten missglückten Fluchtversuch 1939 nach Shanghai emigrieren.
1947 kehrte er wieder nach Deutschland zurück und arbeitete später als Devisenhändler.
Seine am 17. Januar 1948 geschlossene Ehe wurde bereits 1951 wieder geschieden. Aus dieser kurzen Verbindung ging ein Kind hervor.
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