Machla Haber née Schächter

Location 
Rosa-Luxemburg-Str. 26
Historical name
Kaiser Wilhelm Str. 26b
District
Mitte
Stone was laid
2010
Born
18 June 1899
Deportation
on 15 October 1943 nach Theresienstadt
Later deported
on 12 October 1944 nach Auschwitz
Murdered
in Auschwitz
  • Stolpersteine für Machla und Frieda Haber
    Stolpersteine für Machla und Frieda Haber © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin

    Stolpersteine für Machla und Frieda Haber © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin

Machla Schächter, verh. Haber, wurde am 18. Juni 1899 in Storozynetz (im Kronland Bukowina im Kaiserreich Österreich-Ungarn, heute Storoschynez in der Ukraine) geboren. Aus der Ehe mit Hermann Haber gingen Sohn Paul und Tochter Frieda hervor. Das Leben ihrer Kinder verlief sehr unterschiedlich: Während Frieda weiter in Berlin bei ihrer Mutter blieb, wanderte Paul nach Palästina aus und konnte so der Vernichtung entkommen. Nach dem Tod ihres Ehemanns 1940 lebte Machla Haber zusammen mit ihrer Tochter in einem Zimmer in der Solinger Str. 8 in Moabit, das zu einer Wohnung im Vorderhaus, 3. OG gehörte. Sehr wahrscheinlich waren sie gezwungen, ihre selbstgewählte vorherige Wohnung Kaiser Wilhelm Str. 26b zu verlassen und als Untermieter unterzukommen. Machla Haber war – wahrscheinlich als Zwangsarbeiterin – als Lagerarbeiterin bei der Firma J.A. Alexander, Landsberger Allee 91, beschäftigt. Dort arbeitete auch ihre Tochter als Kontorgehilfin, vermutlich ebenfalls zwangsweise.<br />
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Mitte Oktober 1943 wurden Machla und Frieda Machler in das Sammellager Große Hamburger Str. 26 verschleppt. Die dort ausgefüllten „Vermögenserklärungen“ datieren vom 13. Oktober 1943. Zwei Tage danach deportierte man Machla und Frieda Haber in das Ghetto Theresienstadt. Ein Jahr später wurden sie in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Machla Schächter, verh. Haber, wurde am 18. Juni 1899 in Storozynetz (im Kronland Bukowina im Kaiserreich Österreich-Ungarn, heute Storoschynez in der Ukraine) geboren. Aus der Ehe mit Hermann Haber gingen Sohn Paul und Tochter Frieda hervor. Das Leben ihrer Kinder verlief sehr unterschiedlich: Während Frieda weiter in Berlin bei ihrer Mutter blieb, wanderte Paul nach Palästina aus und konnte so der Vernichtung entkommen. Nach dem Tod ihres Ehemanns 1940 lebte Machla Haber zusammen mit ihrer Tochter in einem Zimmer in der Solinger Str. 8 in Moabit, das zu einer Wohnung im Vorderhaus, 3. OG gehörte. Sehr wahrscheinlich waren sie gezwungen, ihre selbstgewählte vorherige Wohnung Kaiser Wilhelm Str. 26b zu verlassen und als Untermieter unterzukommen. Machla Haber war – wahrscheinlich als Zwangsarbeiterin – als Lagerarbeiterin bei der Firma J.A. Alexander, Landsberger Allee 91, beschäftigt. Dort arbeitete auch ihre Tochter als Kontorgehilfin, vermutlich ebenfalls zwangsweise.

Mitte Oktober 1943 wurden Machla und Frieda Machler in das Sammellager Große Hamburger Str. 26 verschleppt. Die dort ausgefüllten „Vermögenserklärungen“ datieren vom 13. Oktober 1943. Zwei Tage danach deportierte man Machla und Frieda Haber in das Ghetto Theresienstadt. Ein Jahr später wurden sie in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort ermordet.