Hedwig Joseph wurde am 8. Juni 1890 in Rehden in Westpreußen (heute Radzyń Chełmiński, Polen) in eine jüdische Familie geboren. Die Gründe und der Zeitpunkt für ihre Übersiedelung nach Berlin sind nicht bekannt. Hedwig verdiente ihren Lebensunterhalt als Textilarbeiterin.
Ihr letzter freiwilliger Wohnsitz befand sich in der Schliemannstraße 48.
Auf Befehl der Gestapo wurde sie am 25. Januar 1942 mit dem „X. Transport“ von Berlin in das Ghetto Riga deportiert.
Vermutlich musste sie in den etwa acht Monaten im Ghetto Zwangsarbeit leisten.
Ein ehemaliger Berliner Polizist, der Obersturmführer Kurt Krause, leitete ab Dezember 1941 das Ghetto Riga. Er wurde von den Gefangenen „der Menschenfresser“ genannt und war nach Auskunft von Überlebenden für zahllose Morde verantwortlich.
Hedwig Joseph starb am 22. Oktober 1942. Es ist unbekannt, ob sie direkt ermordet wurde oder ob sie den unmenschlichen Lebensbedingungen zum Opfer fiel.
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