Berta Feldheim née Meyer

Location 
Hektorstr. 5
District
Halensee
Stone was laid
27 November 2012
Born
18 May 1889 in Würselen
Escape into death
10 May 1942 in Berlin
Biography

Berta Feldheim wurde als Berta Meyer am 18. Mai 1889 in Würselen im Kreis Aachen in der Rheinprovinz geboren. Ihre Eltern waren Leopold Meyer und dessen Ehefrau Johanna, geborene Voß.
Berta wurde Hausangestellte von Beruf. Ob sie vor ihrer Heirat mit Herrn Feldheim oder nach der Scheidung nach Berlin ging, ist nicht bekannt.

Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kam, war Berta 43 Jahre alt. Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ am 17. Mai 1939 war sie in der Hektorstraße 5 in Berlin-Halensee gemeldet. Sie arbeitete seit 1939 bei dem in Peckelsheim im Kreis Warburg in Westfalen geborenen Kaufmann Adolf Marienthal (*14. Januar 1874). Seine aus Elberfeld stammende Ehefrau Grete Marienthal (*1. Juli 1882) war am 14. August 1934 gestorben und sein Sohn Werner (*4. Juli 1907) war rechtzeitig nach Großbritannien geflüchtet. Bei der „Minderheiten-Volkszählung“ war er in der Sächsischen Straße 14 gemeldet. Ab ca. 1940 wurde er zur Zwangsarbeit verpflichtet und am 20. Januar 1942 musste er zusammen mit seiner zweiten Ehefrau Edith Marienthal geborene Schneider in die Markgraf-Albrecht-Straße 14 zur Untermiete bei der Familie Abraham umziehen. 

Auch Berta musste aus der Hektorstraße 5 in die Wielandstraße 6 in Berlin-Charlottenburg zur Untermiete ziehen. Ende März 1942 bekamen die Eheleute Marienthal den Deportationsbefehl in den Osten. Die Gestapo deportierte sie am 2. April 1942 in das Ghetto Warschau, wo sie zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet wurden. Ohne Einnahmen war Bertas Existenz bedroht, sodass sie nur noch einen Ausweg, den Freitod, sah. Anfang Mai 1942 erhielt auch sie den Deportationsbefehl. Um der Deportation zu entgehen, nahm sie eine Überdosis Schlafmittel und setzte ihrem Leben am 9. Mai selbst ein Ende. Als sie gefunden wurde, muss sie noch gelebt haben, sodass sie in das Jüdische Krankenhaus in der Iranischen Straße 2 in Berlin-Wedding eingeliefert wurde, wo sie am 10. Mai 1942 nachts um 1 Uhr starb. Sie wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee beigesetzt.