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Paula Bernstein (geb. Lehmann)

Stolperstein für Paula Bernstein, Foto: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf
Paula Bernstein Bild: Familienarchiv
VERLEGEORT
Güntzelstr. 45

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Wilmersdorf
VERLEGEDATUM
06.06.2005

GEBOREN
22.01.1867 in Neustettin (Pommern) / Szczecinek
DEPORTATION
am 13.08.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
19.12.1942 im Ghetto Theresienstadt

Paula Bernstein geb. Lehmann wurde geboren am 22. Januar 1867 in Neustettin (Pommern). Sie war die älteste Tochter von Leopold Lehmann (1829-1895) und Doris Lehmann geb. Behrend (1840-1926)

Verheiratet war sie mit Gustav Bernstein (geboren 1859), der 1919 in Berlin starb. Das Ehepaar hatte drei Kinder: Tochter Frieda (1890-1976) emigrierte Mitte der Dreißigerjahre nach England und später in die Schweiz, wo sie ihren zukünftigen Mann Anselm Emil Brunner kennen lernen sollte. Sohn Emil (1891-1915) starb im Ersten Weltkrieg als Soldat an der russischen Front. Tochter Käthe (1892-1987) überlebte in Deutschland dank ihrer Ehe mit Walter Severin, ihrem Ehemann christlichen Glaubens, der sich standhaft weigerte, sich von seiner Frau scheiden zu lassen.

Deportiert wurde Paula Bernstein, die in der Güntzelstraße 45 wohnte, am
13. August 1942 vom Anhalter Bahnhof in einem zugesperrten Zugabteil in das Ghetto Theresienstadt, wo der 75-jährigen ein sonniges Alter versprochen wurde. Von den 100 Insassen überlebten nur fünf. Paula Bernstein kam wenige Wochen nach ihrer Ankunft an den grauenhaften Lebensumständen in dem von den Nationalsozialisten betriebenen „Altersghetto“ ums Leben. Ihr Todesdatum war nach Angaben der Tochter Käthe der der 14. Dezember 1942, nach Angabe des Bundesarchivs der 19. Dezember 1942.

Ihre Tochter Käthe Severin geb. Bernstein hat 1974 in der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem ein Gedenkblatt für ihre Mutter Paula hinterlegt. Daraus geht hervor, dass sie an Lungenentzündung gestorben sei.

In der Familie gibt es lebende Nachkommen.


Biografische Zusammenstellung

Nach Informationen von Francois Cellier (Einsiedeln/Schweiz) und Uri Shani (Kiryat Tiv'on/Israel))