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Elly Herzog (geb. Heinemann)

Stolperstein für Elly Herzog. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Duisburger Str. 1

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Wilmersdorf
VERLEGEDATUM
29.03.2008

GEBOREN
12.09.1884 in Anklam (Pommern)
DEPORTATION
am 15.08.1942 nach Riga
ERMORDET
18.08.1942 in Riga

Elly Heimann wurde am 12. September 1884 in der Hansestadt Anklam in Vorpommern geboren. Ihre Eltern waren Isidor und Bertha Herzog, geb. Wolf. Um 1910 heiratet sie Benno Herzog, der zusammen mit seinem Bruder Max die Papierwarengrosshandlung „Gebr. Herzog“ in der Spandauer Str. 38 in Berlin betreibt. Am 30. Januar 1912 bekommt das Paar einen Sohn namens Heinz.

In dem Papiergeschäft ihres Mannes findet Elly Anstellung und arbeitet dort auch nach dem Tod Bennos am 27. September 1929 weiter. Nach 1933 erlebt das Geschäft antijüdische Hetzkampagnen, Boykotte und eine zunehmend restriktive NS-Gesetzgebung. 1937 wird Elly Herzog entlassen und die Großhandlung kurz darauf aufgelöst. Ab den 1940er-Jahren muss sie in einer Berliner Firma (vmtl. in der Gipsstraße) Zwangsarbeit leisten.

Am 15. August 1942 wird Elly Herzog nach Riga deportiert und dort unmittelbar nach der Ankunft in den Wäldern von Biķernieki, östlich der lettischen Hauptstadt, ermordet. Ihr Sohn Heinz überlebte den Nationalsozialismus. Er konnte sich 1935 über Dänemark nach Kolumbien in Sicherheit bringen.


Biografische Zusammenstellung

Nachlass Wolfgang Knoll