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Margarete Perlin (geb. Lessing)

Foto: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf
VERLEGEORT
Fasanenstr. 58

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Wilmersdorf
VERLEGEDATUM
12.04.2010

GEBOREN
18.02.1882 in Berlin
DEPORTATION
am 19.10.1942 nach Riga
ERMORDET
22.10.1942 im Ghetto Riga

Margarete Perlin, geb. Lessing, ist am 18. Februar 1882 in Berlin geboren. Sie war wahrscheinlich Lehrerin und mit dem Oberlehrer Max Franz Karl Perlin, geboren 1869 in Heilige Geist (Pommern) verheiratet. Ihr Mann starb am 6. September 1914.

Sie lebte nach dem Ersten Weltkrieg als Witwe in der Fasanenstraße 58. In der Ergänzungskarte zur Volkszählung am 17.5.1939 gab sie an, dass sie im Gartenhaus parterre rechts wohnte. Im Volkszählungsregister haben die Nazi-Beamten sorgfältig eingetragen, dass Margarete Perlin drei jüdische Großeltern und eine „arische“ Großmutter hatte. Im Adressbuch 1939 war sie als „verwitwet Studienrat“ eingetragen.

Deportiert wurde Margarete Perlin am 19. Oktober 1942 vom Güterbahnhof Moabit an der Putlitzstraße nach Riga. Dort wurden bis auf 81 Männer alle 959 Insassen, darunter 140 Kinder, nach der Ankunft am 22. Oktober 1943 erschossen und in Gruben verscharrt.


Biografische Zusammenstellung

Karin Sievert