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Bruno Lange

Stolperstein für Bruno Lange. Copyright: MTS
VERLEGEORT
Traunsteiner Str. 8

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
VERLEGEDATUM
14.11.2011

GEBOREN
19.10.1879 in Schieroth (Schlesien) / Sieroty
BERUF
Kaufmann
ZWANGSARBEIT
Arbeiter
bei
der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik Borsigwalde
DEPORTATION
am 26.02.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Bruno Lange stammt aus dem kleinen Ort Schieroth in Oberschlesien, dem heutigen Sieroty in Polen, wo er am 19. Oktober 1879 geboren wurde. 1936 bekam der Ort den deutscher klingenden Namen Schönrode. Zu dieser Zeit lebte Bruno Lange jedoch bereits in Berlin. Ab 1934 bewohnte er eine 3-Zimmer-Wohnung in der Traunsteiner Straße 8.
Im Rahmen des „geschlossenen Arbeitseinsatzes“ der Berliner Juden musste Bruno Lange Zwangsarbeit leisten. Er arbeitete in den Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken in Berlin-Borsigwalde, einem Rüstungsunternehmen, das zum Quandt-Konzern gehörte. In den noch erhaltenen Gebäuden am Eichborndamm befindet sich heute unter anderem das Berliner Landesarchiv.
Ab dem 1. April 1942 musste Bruno Lange einen Teil seiner Wohnung an Edith und Arthur Tichauer untervermieten.
Am 24. Februar 1943 verhafteten Gestapo-Beamte Bruno Lange und brachten ihn in die Sammelstelle in der Großen Hamburger Straße. In einer Vermögenserklärung, die bereits auf den 23. Februar datiert ist, musste er zuvor seine Habe auflisten. Zwei Tage nach seiner Verhaftung wurde Bruno Lange mit Hunderten weiterer Juden und Jüdinnen nach Auschwitz verschleppt, wo der Transport am 27. Februar ankam. Von den 913 bei Ankunft registrierten Personen wies die SS 156 Männer und 106 Frauen als Häftlinge in das Lager ein, alle anderen wurden sofort in den Gaskammern mit Zyklon B vergiftet. Höchstwahrscheinlich befand sich auch der bereits 63-jährige Bruno Lange unter den Ermordeten.
19. Oktober 1879 geboren wurde. 1936 bekam der Ort den deutscher klingenden Namen Schönrode. Zu dieser Zeit lebte Bruno Lange jedoch bereits in Berlin. Ab 1934 bewohnte er eine Dreizimmerwohnung in der Traunsteiner Straße 8.
Im Rahmen des "geschlossenen Arbeitseinsatzes" der Berliner Juden musste Bruno Lange Zwangsarbeit leisten. Er arbeitete in den Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken in Berlin-Borsigwalde, ein Rüstungsunternehmen, das zum Quandt-Konzern gehörte. In den noch erhaltenen Gebäuden am Eichborndamm befindet sich heute unter anderem das Berliner Landesarchiv.
Ab dem 1. April 1942 musste Bruno Lange einen Teil seiner Wohnung an Edith und Arthur Tichauer untervermieten.
Am 24. Februar 1943 verhafteten Gestapo-Beamte Bruno Lange und brachten ihn in die Sammelstelle in der Großen Hamburger Straße. In einer Vermögenserklärung, die bereits auf den 23. Februar datiert ist, musste er zuvor seine Habe auflisten. Zwei Tage nach seiner Verhaftung wurde Bruno Lange mit Hunderten weiterer Juden und Jüdinnen nach Auschwitz verschleppt, wo der Transport am 27. Feburar ankam. Von den 913 bei Ankunft registrierten Personen wies die SS 156 Männer und 106 Frauen als Häftlinge in das Lager ein, alle anderen wurden sofort in den Gaskammern mit Zykoln B vergiftet. Höchstwahrscheinlich befand sich auf der bereits 63-jährige Bruno Lange unter den Ermordeten.


Biografische Zusammenstellung

Uta Fröhlich auf der Grundlage westentlicher Vorarbeiten von Hannelore Emmerich

Weitere Quellen

Danuta Czech: Kalendarium Auschwitz