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Ingeborg Löwenthal

Familienfoto. Hintere Reihe: Charlotte Löwenthal (l.); Leopold Jankel (2. v. l.); Vordere Reihe: Ingeborg Löwenthal (l.); Machle Dubinsky (2. v. l.); Henriette Löwenthal (r.) © Privatarchiv der Familie
VERLEGEORT
Torstr. 148

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Mitte
VERLEGEDATUM
April 2012

GEBOREN
30.04.1932 in Berlin
DEPORTATION
am 26.10.1942 nach Riga
TOT
29.10.1942 in Riga

Ingeborg Löwenthal wurde am 30. April 1932 in Berlin geboren. Sie war die Tochter von Charlotte Löwenthal, die eine Beziehung zu Leopold Jankel hatte, und die jüngere Schwester von Henriette und Horst. Unklar bleibt bislang, ob die Kinder aus einer früheren Beziehung stammten oder ob Leopold ihr Vater war. Die Familie lebte zuletzt in Berlin in der Elsässer Str. 84, der heutigen Torstr. 148. Einzig der Sohn Horst wohnte nicht in der elterlichen Wohnung, sondern in der Schönhauser Allee 162 in Berlin-Mitte. Am 2. April 1938 wurde die Familie voneinander getrennt, als man Leopold Jankel verhaftete. Bis zum 22. September war er im Konzentrationslager Dachau inhaftiert, anschließend im Konzentrationslager Buchenwald. Nach zwei Jahren Haft in Buchenwald wurde er am 8. Juli 1940 ermordet. Zwei Jahre später, am 26. Oktober 1942, wurde die 10-jährige Ingeborg zusammen mit ihrer Mutter und den beiden Geschwistern mit dem „22. Osttransport“ nach Riga deportiert. Sie wurden – wie alle 798 Deportierte dieses Transportes – unmittelbar nach Ankunft am 29. Oktober in den Wäldern bei Riga ermordet.


Biografische Zusammenstellung

Indra Hemmerling - Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin