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Clara Arnheim

Foto: F.Siebold
VERLEGEORT
Uhlandstr. 182

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
13.03.2012

GEBOREN
24.04.1865 in Berlin
DEPORTATION
am 09.07.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
28.08.1942 in Theresienstadt

Clara Arnheim ist am 24. April 1865 in Berlin als Tochter des praktizierenden Arztes Adolf Arnheim und seiner Frau Friederike, geb. Stettiner, geboren. Die Familie hatte vier Kinder, die alle studierten. Clara Arnheim entschied sich – gegen alle damaligen Konventionen – früh, Künstlerin zu werden. Sie nahm Unterricht in Berlin und Paris. Seit 1904 war Clara Arnheim Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen e.V. und im Deutschen Lyceum-Club. Sie beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen, die sie teilweise selbst mitorganisierte. Eines ihrer bevorzugten Reiseziele war die Ostseeinsel Hiddensee. Dort lernte sie andere Künstlerinnen wie Henni Lehmann, Käthe Loewenthal und Julie Wolfthorn kennen mit denen sie in den frühen 1920er Jahren den Hiddensoer Künstlerinnenbundes gründete, der deutschlandweit bekannt wurde. Viele Sommer verbrachte sie in Vitte in der Pension der Bäckerfamilie Schwartz, bis sie wegen ihrer jüdischen Herkunft ein Berufs- und Reiseverbot auferlegt bekam und nicht mehr nach Hiddensee fahren durfte. Gesundheitlich geschwächt wurde Clara Arnheim am 9. Juli 1942 zusammen mit 100 Menschen in einem Personenzug aus Berlin vom Anhalter Bahnhof ins Ghetto Theresienstadt gebracht, wo sie am 28. August ums Leben gebracht wurde. Genaueres über die Art ihres Todes ist nicht bekannt. Außer am Standort ihres einstigen Wohnhauses nahe dem Kurfüstendamm, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, ist auch auf der Insel Hiddensee, wo sie so gerne lebte und malte, ein Stolperstein zum Gedenken an sie verlegt worden.


Siehe auch: Monika Schmidt, Die jüdischen Aktionäre des Zoologischen Gartens zu Berlin, Berlin 2014, S. 60 ff.

Biografische Zusammenstellung

Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf