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Lina Bendheim

Lina Bendheim © OTFW
VERLEGEORT
Dresdener Straße 91

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Mitte
VERLEGEDATUM
Juni 2004

GEBOREN
28.10.1882 in Langen (Hessen)
DEPORTATION
am 03.10.1942 nach Theresienstadt
WEITERE DEPORTATION
nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Die Familie Bendheim wohnte in der 1. Etage der Alexandrinenstraße 63/64. Betty Bendheim wurde am in Gräfenhausen/Kreis Darmstadt geboren. Sie hatte drei Kinder. Ihr ältester Sohn, Arthur Bendheim, kam 1892 in Langen/Hessen zur Welt. Dort wurde auch sein Bruder Salomon 1887 geboren.

Arthur und Salomon erlernten den Beruf des Kaufmanns. Ihre kleine Schwester Lina wurde 1882 geboren. Arthur Bendheim verließ Deutschland und ging nach Belgien. Betty Bendheim, die zu diesem Zeitpunkt bereits verwitwet war, blieb mit Lina und Salomon in der Alexandrinenstraße.

Sie mieteten eine 115 m² große 3-Zimmer-Wohnung, wie aus den unterschriebenen Vermögenserklärungen zu entnehmen ist. Aus diesen geht auch hervor, dass ein teilmöbliertes Zimmer an einen Untermieter, einen Herrn Moritz Cohn, vermietet war.

Alle drei Familienmitglieder mussten eine Vermögenserklärung ausfüllen und unterschrieben diese am 03.10.1942. Linas Formular wurde von Salomon ausgefüllt und unterschrieben. Noch am selben Tag, also am 03.10.1942, wurden alle drei mit dem 3. Großen Alterstransport nach Theresienstadt deportiert.

Betty Bendheim verstarb dort am 19.10.1942, ihr Sohn Salomon am 22.10.1942. Lina Bendheim wurde von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Arthur Bendheim wurde am 10.12.1940 in Gurs/Frankreich aufgegriffen, interniert und im August 1942 nach Drancy gebracht, von wo er nur vier Tage später, am 10.08.1942, nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. In Auschwitz wurden 1943 auch seine Frau Auguste und sein Sohn Ralph ermordet. Seine Tochter Margot überlebte.


Biografische Zusammenstellung

Bürgerverein Luisenstadt e. V.