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Karl Frisch

Karl Frisch (c) Familie Roth
Stolpersteine Frida und Karl Frisch, Aalesunder Str. 3, Berlin (c) Stolperstein Initiative Prenzlauer Berg
VERLEGEORT
Aalesunder Str. 3

BEZIRK/ORTSTEIL
Pankow – Prenzlauer Berg
VERLEGEDATUM
27.11.2018

GEBOREN
26.01.1930 in Berlin
FLUCHT
nach Polen 1938
VERBLEIB UNKLAR

Karl Frisch wurde am 26. Januar 1930 als Kind von Frida und Leopold Frisch in Berlin-Prenzlauer Berg geboren.

Während seine Eltern von Geburt an gehörlos waren, konnte Karl hören. Er lebte mit seinen Eltern in der Aalesunder Strasse im Prenzlauer Berg. Karls Vater, auch Leib genannt, arbeitete als Schneider und kam gebürtig aus Chrzanow in Polen. Da die Staatsangehörigkeit des Vaters damals automatisch auf Ehefrau und Kinder übertragen wurde, hatte auch Karl die polnische Staatsangehörigkeit.

Am 15. April 1936 wurde Karl in die jüdische Schule eingeschult. Anhand seiner Schulkarte ist zu erkennen, dass er bereits ein knappes Jahr später, am 05.05.1937 wieder ausgeschult wurde.

Als im Rahmen der sogenannten Polenaktion Familien aufgefordert wurden an den Geburtsort des Vaters zurückzukehren, floh Karl mit seinen Eltern nach Chrzanow. Chrzanow ist nur rund 20 km von Auschwitz entfernt und Karls Cousin erinnert sich daran, dass die Familie Angst hatte, deportiert zu werden und sich daher entschied, von dort nach Krakau zu fliehen.

Im April 1940 sendet Karls Mutter Frida ihrer Familie über das Rote Kreuz Krakau eine Nachricht. Sie teilt mit, dass sie in der Starowiślna 95 wohnen und sie wohlauf, aber ohne Arbeit sind. Danach verliert sich die Spur der Familie. Ihre Angehörigen vermuten, dass Frida, Leopold und Karl in Auschwitz ermordet wurden.


Biografische Zusammenstellung

Melanie Schaumann